Bayerischer Buchpreis: Shida Bazyar und Susanne Heim ausgezeichnet
Die Schriftstellerin Shida Bazyar ist für ihren Roman „Die Lücken“ mit dem Bayerischen Buchpreis geehrt worden. Nach Einschätzung der Jury erzählt das Buch die Geschichte einer deutschen Kleinstadt vom frühen 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart und verbindet dabei provinzielles Leben mit übergreifender Bedeutung. Bereits Anfang Oktober war Bazyar für das Werk mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet worden.
In der Sparte Sachbuch setzte sich die Historikerin Susanne Heim mit ihrem Titel „Die Abschottung der Welt – Als Juden vor verschlossenen Grenzen standen 1933-1945“ durch.
Preisverleihung live in München
Die Preisträgerinnen und Preisträger wurden wie in jedem Jahr bei einer öffentlichen Jurysitzung in München ermittelt. Die Entscheidungen fielen live auf der Bühne. Sowohl in der Kategorie Belletristik als auch im Sachbuch waren jeweils drei Werke nominiert. Die beiden Hauptpreise sind mit jeweils 10.000 Euro verbunden.
Den Bayern 2-Publikumspreis erhielt die langjährige ARD-Korrespondentin Annette Dittert für ihr Buch „Dear Britain“. Darin wirft sie einen ebenso unterhaltsamen wie politisch reflektierten Blick auf ihre Wahlheimat Großbritannien.
Ehrenpreis für Stefan Aust
Schon vor der Veranstaltung stand fest, wer in diesem Jahr den Ehrenpreis erhält: der Journalist und Autor Stefan Aust, bekannt unter anderem für „Der Baader-Meinhof-Komplex“. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte Aust im Vorfeld als einen Autor gewürdigt, der mit seinen Büchern den öffentlichen Blick auf die Zeitgeschichte maßgeblich beeinflusst habe. Im vergangenen Jahr war der Preis an Hape Kerkeling gegangen.

Vergeben wird der Bayerische Buchpreis vom Landesverband Bayern des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels mit Unterstützung der Bayerischen Staatskanzlei. Prämiert werden jährlich die besten deutschsprachigen Neuerscheinungen in den Bereichen Belletristik und Sachbuch. Der Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten würdigt zudem ein herausragendes publizistisches Lebenswerk.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber