Weltkriegsbombe bei Bauarbeiten in Augsburg entdeckt
Bei Bauarbeiten in Augsburg ist am Montag eine etwa 500 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Der Blindgänger lag nahe der Bahngleise im Bereich des Hauptbahnhofs.
Fachleute des Kampfmittelräumdienstes aus München konnten jedoch schon nach wenigen Stunden Entwarnung geben. Nach Angaben der Stadt bestand keine Gefahr, da die Bombe keinen Zünder mehr hatte. Eine Entschärfung war daher nicht erforderlich. Stattdessen bereiteten die Experten direkt den Abtransport vor.
Unmittelbar nach dem Fund hatte die Polizei den Bereich vorsorglich abgesperrt. Eine groß angelegte Evakuierung blieb aber aus. Rund 200 Anwohner, die ihre Wohnungen zunächst verlassen mussten, durften wenig später wieder zurückkehren.
Augsburg entdeckt immer wieder Blindgänger
Augsburg war im Zweiten Weltkrieg Ziel schwerer Luftangriffe der Alliierten. Deshalb werden in der Stadt bis heute regelmäßig nicht detonierte Bomben aus dieser Zeit gefunden.
Die bislang aufwendigste Bombenentschärfung in Augsburg gab es an Weihnachten 2016. Damals mussten am ersten Weihnachtstag rund 54.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen, damit eine 1,8 Tonnen schwere Bombe unschädlich gemacht werden konnte. Die Evakuierung zählte zu den größten in Deutschland seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber