Leichtes Erdbeben in Niederbayern registriert
In Bayern ist erneut die Erde erschüttert worden – diesmal jedoch nur schwach. Der Erdbebendienst Bayern an der Ludwig-Maximilians-Universität München meldete bei Massing im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn ein Beben der Stärke 2,6. Nach den Aufzeichnungen gehört dieser Wert zu den höchsten, die in den vergangenen Jahren im Freistaat gemessen wurden. Zuerst hatte die Passauer Neue Presse darüber berichtet.
Nach Angaben von Tobias Megies vom Erdbebendienst dürfte das Beben kaum deutlich wahrnehmbar gewesen sein. Ob Erschütterungen spürbar sind, hängt demnach nicht nur von der Magnitude ab, also der freigesetzten Energie, sondern auch von der Tiefe des Bebens. In diesem Fall lag der Erdbebenherd vergleichsweise tief – rund 20 Kilometer unter der Erdoberfläche.
Auch bei Bad Reichenhall zuletzt Erschütterungen
Bereits vor Kurzem hatten Messgeräte in der Region um Bad Reichenhall ein weiteres Beben festgestellt. Dabei wurde eine Stärke zwischen 1,7 und 1,8 gemessen. Im Anschluss gingen beim Erdbebendienst Bayern etwa ein Dutzend Rückmeldungen aus der Bevölkerung ein.
Wie Joachim Wassermann, Leiter der Seismologie am zuständigen Geophysikalischen Observatorium, damals erklärte, treten im Raum Bad Reichenhall vergleichsweise häufig Erdbeben auf. Dort registrieren die empfindlichen Instrumente im Schnitt rund 100 Beben pro Jahr – deutlich mehr, als Menschen tatsächlich bemerken.
Historisch stärkere Beben in Bayern
Als schwerste dokumentierte Erdbebenserie in Bayern gilt nach früheren Angaben eine Reihe von Erschütterungen bei Eichstätt im Altmühltal in den Jahren zwischen 1914 und 1920. Mehrere dieser Beben erreichten demnach etwa Stärke 5 und verursachten erhebliche Gebäudeschäden.
Zu den stärkeren Ereignissen der jüngeren Vergangenheit zählt außerdem ein Beben vom April 2008. Damals wurde am Thumsee nahe Bad Reichenhall eine Magnitude von 3,4 gemessen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber