Bayern

Bayern boomt: So stark steigt der Tourismus jetzt

Bayerns Tourismus boomt – doch ausgerechnet Gasthöfe und Pensionen verlieren. Überraschender Gewinner: Mittelfranken.

07.08.2026, 10:02 Uhr

Bayerns Tourismus wächst im ersten Halbjahr leicht

Die bayerischen Beherbergungsbetriebe haben in den ersten sechs Monaten des Jahres insgesamt 18,6 Millionen Gäste begrüßt. Das waren 2 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie das Landesamt für Statistik mitteilte. Auch die Zahl der Übernachtungen nahm zu, wenn auch nur moderat: Sie stieg um 0,5 Prozent auf 46,3 Millionen.

Für das Wachstum sorgten vor allem Reisende aus Deutschland. Ihre Ankünfte erhöhten sich um 2,1 Prozent auf 14,5 Millionen, die Zahl ihrer Übernachtungen legte um 0,6 Prozent auf 37,4 Millionen zu. Bei Gästen aus dem Ausland fiel das Plus etwas geringer aus: Die Ankünfte stiegen um 1,6 Prozent auf 4,1 Millionen, die Übernachtungen nur um 0,1 Prozent auf 8,9 Millionen.

Je nach Unterkunftsart entwickelte sich das Geschäft unterschiedlich. Zuwächse bei den Übernachtungen verbuchten unter anderem Hotels, Jugendherbergen, Ferien- und Schulungsheime, Ferienzentren und Ferienhäuser sowie Campingplätze. Rückgänge mussten dagegen Gasthöfe und Pensionen hinnehmen – mit minus 5,1 Prozent beziehungsweise 3,9 Prozent.

Mittelfranken mit dem stärksten Plus

Auch zwischen den Regionen zeigen sich deutliche Unterschiede. Oberbayern blieb mit 20,6 Millionen Übernachtungen zwar mit großem Abstand die stärkste Tourismusregion, verzeichnete jedoch ein leichtes Minus von 0,1 Prozent. In Oberfranken sank die Zahl der Übernachtungen um 2,5 Prozent auf 2,4 Millionen, in der Oberpfalz um 0,6 Prozent – ebenfalls auf 2,4 Millionen.

Besonders deutlich zulegen konnte Mittelfranken: Dort stiegen die Übernachtungen um 4,1 Prozent auf 4,5 Millionen. Auch Unterfranken verzeichnete ein Plus von 2,2 Prozent auf 3,5 Millionen. In Niederbayern ging es um 0,7 Prozent auf 5,2 Millionen nach oben, in Schwaben um 0,4 Prozent auf 7,8 Millionen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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