Mehr Ertrunkene in Bayern in den ersten sieben Monaten
In Bayern sind von Januar bis Juli 54 Menschen ertrunken. Nach Angaben der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) waren das drei Todesfälle mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Bundesweit kamen in Meeren, Seen, Flüssen und Schwimmbädern 261 Menschen ums Leben.
Besonders viele Unglücke wurden in Bayern im Juni registriert: In diesem Monat starben 22 Menschen im Wasser. Die meisten tödlichen Unfälle ereigneten sich in Seen, wo 27 Menschen ertranken. In Flüssen waren es 16 Todesfälle, in Schwimmbädern 5.
Auffällig ist der hohe Männeranteil unter den Opfern. Von den 54 Badetoten waren 50 männlich, lediglich vier Frauen verloren im Wasser ihr Leben.
Kampagne zur Aufklärung über Risiken
Bereits im Juni hatte das bayerische Innenministerium gemeinsam mit Hilfsorganisationen die Aktion „Sicher am und im Wasser“ gestartet. Über soziale Medien soll dabei auf Gefahren beim Baden aufmerksam gemacht werden.
Nach früheren Angaben des Ministeriums gab es im Freistaat im Jahr 2025 mindestens 84 Badetote. Im Jahr davor waren es 70.
Die meisten tödlichen Badeunfälle passieren laut den Behörden in Seen und Flüssen. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte dazu betont, dass gerade natürliche Gewässer besondere Risiken mit sich bringen. Anders als in einem Schwimmbecken oder Freibad gebe es dort keine kontrollierten Bedingungen, keine einheitliche Tiefe, oft schlechte Sicht und nicht überall Aufsichtspersonal.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber