Rekord-Catrina in Mexiko-Stadt eröffnet Día-de-Muertos-Feiern
Auf dem Zócalo im Herzen von Mexiko-Stadt ist eine riesige Catrina mit mehr als 33 Metern Höhe offiziell als größte ihrer Art weltweit anerkannt worden. Die Figur besteht aus Karton, Glasfaser, Textilien und Stahl und trägt ein violettes Kleid. Guinness-Rekordrichter Alfredo Arista überreichte das Zertifikat und erklärte dabei mit dem bekannten Guinness-Spruch, die Stadt sei nun „Officially Amazing“.
Die Urkunde nahm Bürgermeisterin Clara Brugada entgegen. Mit der Auszeichnung und der anschließenden festlichen Illumination des zentralen Platzes wurden die Feierlichkeiten zum Tag der Toten in der Hauptstadt offiziell eröffnet. Der Zócalo ist dazu mit rund 70.000 orangefarbenen Cempasúchil-Blumen geschmückt, die in Mexiko traditionell auch Gräber und Hausaltäre zieren.
Erinnerung an die Verstorbenen
Brugada bezeichnete den Día de Muertos als einen „liebevollen Aufstand gegen das Vergessen“. Das Fest dient dem Gedenken an verstorbene Angehörige und steht im Zusammenhang mit Allerheiligen und Allerseelen, die am 1. und 2. November begangen werden.
In Mexiko lebt dabei auch ein starker indigener Brauch fort: Nach traditioneller Vorstellung kehren die Seelen der Verstorbenen an diesen Tagen zu ihren Familien zurück. Deshalb werden in Häusern und Wohnungen geschmückte Altäre, sogenannte Ofrendas, aufgebaut. Die Unesco erklärte diese Tradition bereits 2008 zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit.
Große Parade am Samstag
Zusätzlich steht am Samstag in Mexiko-Stadt die große Parade zum Tag der Toten auf dem Programm. Dabei ziehen kostümierte Teilnehmer und festlich dekorierte Wagen durch die Straßen.

Diese Parade ist allerdings noch keine alte Tradition, sondern ein jüngeres Ereignis: Sie entstand nach einer Szene aus dem James-Bond-Film „Spectre“ von 2015 und wurde im darauffolgenden Jahr als touristische Attraktion in das Festprogramm aufgenommen. Seit 2016 findet der Umzug jedes Jahr statt und lockt mittlerweile auch viele Besucher aus dem In- und Ausland an. Im vergangenen Jahr verfolgten 1,5 Millionen Menschen das Spektakel.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber