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Literatur-Schock: Didier Decoin ist tot

Er schrieb über echte Verbrechen und düstere Geschichte: Jetzt ist Didier Decoin tot – warum ihn auch deutsche Leser kannten.

05.08.2026, 16:32 Uhr

Französischer Autor Didier Decoin mit 81 Jahren gestorben

Der französische Schriftsteller und Drehbuchautor Didier Decoin ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Das teilte die Académie Goncourt mit. Decoin war von 2020 bis 2024 Präsident der angesehenen Literaturinstitution und wurde als einer der vielseitigsten französischen Erzähler seiner Generation geschätzt.

Auch im deutschsprachigen Raum war Decoin kein Unbekannter. Aus seinem umfangreichen Werk mit mehr als 40 Veröffentlichungen wurden mehrere Bücher ins Deutsche übertragen.

Zu seinen in Deutschland erschienenen Titeln zählen etwa „Fenster zur Hölle“ (französisch: John l’Enfer), für das er 1977 den Prix Goncourt erhielt, außerdem der historische Roman „Das Ministerium der Gärten und Teiche“ über Japan im 12. Jahrhundert sowie „Der Tod der Kitty Genovese“, das den viel beachteten Mordfall in New York aufgreift.

Didier Decoin wurde am 13. März 1945 als Sohn des Filmregisseurs Henri Decoin geboren. Nach ersten beruflichen Stationen im Journalismus veröffentlichte er bereits im Alter von 20 Jahren seinen ersten Roman. In den folgenden Jahrzehnten widmete er sich in zahlreichen Büchern immer wieder historischen Themen, ungewöhnlichen Lebensgeschichten und realen Kriminalfällen.

Neben seiner literarischen Arbeit machte sich Decoin auch als Drehbuchautor einen Namen. Dabei arbeitete er unter anderem mit Regisseuren wie Marcel Carné, Robert Enrico und Henri Verneuil zusammen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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