Nach dem Überfall auf einen Supermarkt in der Oberpfalz hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen zwei Verdächtige erhoben. Dem heute 23 Jahre alten mutmaßlichen Haupttäter wird besonders schwere räuberische Erpressung vorgeworfen, einer 34-jährigen Frau Beihilfe.
Laut Mitteilung der Ermittler soll der Mann im Juli 2022 in Nittendorf im Landkreis Regensburg mehr als 18.000 Euro erbeutet haben und anschließend unerkannt geflohen sein.
Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der damals 19-Jährige mit einer geladenen Schreckschusspistole und einem Brecheisen in den Markt ging. Dort habe er einen Mitarbeiter gezwungen, einen Tresor zu öffnen und das Geld herauszugeben.
Bei der Flucht soll ihn der Angestellte verfolgt haben. Um ihn abzuschütteln, habe der Verdächtige mehrfach mit der Schreckschusspistole in dessen Richtung geschossen.
Verdacht auf Insiderinformationen
Die 34-Jährige soll dem Mann als Mitarbeiterin des Supermarkts Hinweise zu den Räumlichkeiten und zum Standort des Tresors gegeben haben.
Jetzt muss das Amtsgericht Regensburg entscheiden, ob es zu einem Verfahren vor dem Jugendschöffengericht kommt. Beide Beschuldigten sitzen in Untersuchungshaft und haben sich den Angaben zufolge bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert.
Festgenommen wurden die beiden Verdächtigen im August 2026. Die Ermittler waren nach eigenen Angaben zu der Annahme gelangt, dass der Täter über internes Wissen verfügte und eine Beschäftigte des Marktes beteiligt gewesen sein könnte. Nach der Festnahme der Frau stellte sich der mutmaßliche Täter selbst der Polizei.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber