Verurteilter Straftäter bei begleiteten Ausgang in Peine geflohen
Ein wegen Mordes verurteilter Häftling ist bei einem begleiteten Freigang in Peine entkommen. Nach Angaben des Landeskriminalamts Niedersachsen flüchtete der Mann am Dienstagnachmittag mit seinem eigenen Motorrad. Der Justizvollzugsmitarbeiter, der ihn begleitete, konnte die Flucht offenbar nicht verhindern.
Wie das niedersächsische Justizministerium mitteilte, hatte der Gefangene während des Ausgangs zusammen mit dem Begleiter die Wohnung seiner Mutter aufgesucht. Nach ersten Erkenntnissen nutzte er gegen 14.30 Uhr einen Aufenthalt in einer nahegelegenen Garage, in der sein Motorrad abgestellt war, um sich abzusetzen. Es handelte sich demnach bereits um den 38. begleiteten Ausgang des Mannes seit September 2023. Die 37 Termine zuvor seien ohne Zwischenfälle verlaufen.
Lebenslange Haft wegen Mordes und versuchter schwerer Vergewaltigung
Da die Fahndung bislang erfolglos blieb, veröffentlichte das Landeskriminalamt Fotos, Namen und eine Beschreibung des Flüchtigen. Der 42-Jährige ist demnach 1,92 Meter groß und wiegt etwa 130 Kilogramm. Zum Zeitpunkt seiner Flucht trug er eine schwarze Motorradjacke, ein schwarzes T-Shirt mit dem Aufdruck „Metallica“, eine schwarze Cargohose sowie schwarze Schuhe.
Der Mann mit kurzen Haaren und Bart verbüßt eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes und versuchter schwerer Vergewaltigung. Nach Angaben des Ministeriums hatte das Landgericht Hildesheim zudem die besondere Schwere der Schuld festgestellt. Der deutsche Staatsangehörige sitzt seit Oktober 2010 in Haft.
Die Polizei warnt davor, den Gesuchten selbst anzusprechen oder sich ihm zu nähern. Wer ihn sieht, soll umgehend den Notruf wählen. Nach Einschätzung des Landeskriminalamts könnte sich der Flüchtige vor allem in den Städten Peine und Kassel aufhalten.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion