Beim Einsturz des Dachs einer Schule in der pakistanischen Stadt Peshawar sind nach Angaben örtlicher Behörden mindestens 28 Schüler und eine Lehrerin ums Leben gekommen. Unter den Toten sollen sich auch sechs Mädchen befinden. Einsatzkräfte befürchten, dass noch weitere Opfer unter den Trümmern liegen.
Die Rettungsarbeiten im Nordwesten Pakistans dauern an. Dutzende Helfer, unterstützt von schwerem Gerät und Freiwilligen, räumen die Trümmer weg, um möglicherweise eingeschlossene Kinder zu bergen.
Nach Angaben von Bilal Faizi, Sprecher der pakistanischen Rettungsdienste, befanden sich Kinder im Alter von bis zu zwölf Jahren in den Klassenräumen, als das Dach am frühen Morgen einstürzte. Mehr als 40 Menschen wurden laut dem Sprecher des städtischen Krankenhauses, Mohamed Asim, teils schwer verletzt zur Behandlung eingeliefert.
Mehrere Kinder seien von Stahlstangen getroffen worden und befänden sich in kritischem Zustand, hieß es aus der Klinik. Deshalb könnte die Zahl der Todesopfer weiter steigen.
Eigentümer der Schule festgenommen
Laut Polizei hatte das eingestürzte Gebäude drei Etagen. Der Eigentümer der Schule wurde festgenommen, die Ermittlungen dauern an. Warum das Dach einstürzte, war zunächst unklar.
Ersten Medienberichten zufolge hielten sich zum Zeitpunkt des Unglücks mehr als 100 Kinder in der Schule auf. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es zunächst nicht.
Fernsehaufnahmen zeigten panische Eltern auf den Straßen sowie Krankenwagen, die verletzte Kinder in Krankenhäuser brachten.
Schon wieder stürzt in Pakistan ein Schuldach ein
In Pakistan kommt es immer wieder zu schweren Gebäudeeinstürzen. Als häufige Ursachen gelten unzureichende Sicherheitsstandards und der Einsatz minderwertiger Baumaterialien.
Erst im Juni starben in Lahore mehr als ein Dutzend Kinder, als das Dach eines privaten Nachhilfeinstituts einstürzte. Berichten zufolge befanden sich Teile des Gebäudes damals noch im Bau.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber