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Tödliche Unfälle: Warum es so oft Männer trifft

Schockzahl im Straßenverkehr: Fast 3 von 4 Todesopfern sind Männer – bei Jungen ist der Abstand extrem. Woran liegt das?

02.11.2026, 09:29 Uhr

Männer sind deutlich häufiger unter den Verkehrstoten

Fast drei Viertel der Menschen, die im Straßenverkehr ums Leben kommen, sind Männer. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts lag ihr Anteil im vergangenen Jahr bei 73,6 Prozent. Auch bei den Schwerverletzten überwogen Männer mit 64 Prozent, bei den Leichtverletzten mit 57,1 Prozent.

Die Fachleute verweisen darauf, dass Männer insgesamt ein deutlich höheres Unfallrisiko haben. Auf 100.000 Einwohner kamen im vergangenen Jahr 526 verunglückte Jungen und Männer. Bei Mädchen und Frauen waren es 369 je 100.000 Einwohnerinnen. Noch klarer zeigt sich der Unterschied bei tödlichen Unfällen: Hier entfielen auf 100.000 Männer 5 Todesopfer, bei Frauen waren es 2.

Mehr Teilnahme am Verkehr, höheres Risiko

Als Gründe nennt das Bundesamt mehrere Faktoren. Männer seien insgesamt häufiger im Straßenverkehr unterwegs und nutzten öfter Verkehrsmittel mit besonders schweren Unfallfolgen, etwa Motorräder. Zudem deuteten Auswertungen zu Unfallursachen darauf hin, dass Frauen sich im Straßenverkehr oft vorsichtiger verhalten.

Besonders groß sind die Unterschiede bei jungen Menschen. So verunglückten laut Statistik rund 28.600 Männer im Alter von 15 bis 20 Jahren im Straßenverkehr. Das sind 70,5 Prozent mehr als bei Frauen derselben Altersgruppe. Bei den tödlichen Unfällen ist der Abstand noch größer: 161 junge Männer zwischen 15 und 20 Jahren starben bei Verkehrsunfällen, gegenüber 32 jungen Frauen.

Männer häufiger Hauptverursacher

Männer sind nicht nur öfter von schweren Unfällen betroffen, sondern auch häufiger hauptverantwortlich. Bei 56,1 Prozent der Unfälle mit Verletzten wurden im vergangenen Jahr Männer als Hauptverursacher erfasst.

Auch bei den typischen Fehlern im Straßenverkehr gibt es Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Zwar treten bei Männern wie Frauen die meisten Fahrfehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren sowie beim Ein- und Ausfahren auf. Danach unterscheiden sich die Muster jedoch: Bei Männern folgen zu geringer Abstand und nicht angepasste Geschwindigkeit. Bei Frauen steht nach den Abbiegefehlern das Missachten der Vorfahrt an zweiter Stelle, gefolgt von unzureichendem Abstand.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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