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König Charles im Tropen-Drama: «Mir wächst Kresse»

Plötzlich prasselt Regen auf Charles und Camilla herab: Sie bekommt sofort einen Schirm – er steht bei der Parade im Wolkenbruch.

02.11.2026, 04:51 Uhr

Bei einem Besuch in Antigua und Barbuda wurden König Charles III. und Königin Camilla von einem heftigen tropischen Regenschauer überrascht – zunächst ganz ohne Schirm. Der britische Monarch wollte im Kricketstadion der Hauptstadt St. John’s eine Militärparade zum 45. Unabhängigkeitstag des Karibikstaats abnehmen, als plötzlich starker Regen einsetzte.

Nach kurzer Zeit bei Wind und Nässe erhielt zunächst nur Camilla einen durchsichtigen Regenschirm. Geschützt vor dem Regen und begleitet von einer Offizierin verließ sie das kleine Podest, auf dem das Königspaar stand. Charles blieb derweil noch einige Augenblicke ungeschützt im Regen stehen.

Charles wartete zunächst ohne Schutz

Auf Videoaufnahmen ist zu sehen, wie sich der König umdreht, mit der Hand ein Zeichen gibt und offenbar nach einem Schirm fragt. Kurz darauf läuft er einige Schritte über den roten Teppich in Camillas Richtung, kehrt dann aber noch einmal zum Podium zurück. Erst danach bekam auch er einen schwarzen Regenschirm.

Später nahm Charles die Situation mit Humor. Im Gespräch mit Premierminister Gaston Browne scherzte er, auf seinem Anzug werde wohl gleich Brunnenkresse wachsen. Das entsprechende Video wurde über den offiziellen X-Account der Royal Family veröffentlicht.

Reise mit politischem Hintergrund

Antigua und Barbuda bildet die letzte Station einer neuntägigen Reise des Königs durch die Karibik und nach Südamerika. Zuvor hatte Charles bereits die Bahamas und Guyana besucht. Auf dem letzten Abschnitt wird er von Camilla begleitet.

Britisches Königspaar in Antigua und Barbuda
Königin Camilla musste zeitweise auch mit Wind und Regen kämpfen. Quelle: Matias Delacroix/AP/dpa

Als wichtigster Termin der Reise gilt die für Dienstag geplante Rede des Königs beim Gipfel der 56 Commonwealth-Staaten in St. John’s. Das Treffen steht auch im Zeichen der Debatte über die historische Verantwortung Großbritanniens im transatlantischen Sklavenhandel vom 17. bis zum 19. Jahrhundert.

Karibische Staaten verlangen seit Jahren eine intensivere Aufarbeitung der Vergangenheit sowie Reparationszahlungen. Zuletzt sind diese Forderungen deutlicher geworden. Nach Angaben des Palasts will Charles in seiner Ansprache das fortdauernde Leid durch den Sklavenhandel thematisieren, jedoch keine formelle Entschuldigung aussprechen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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