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Tödliche Kontrolle: Mordanklage im Fall des Zugbegleiters

Tödliche Attacke im Regionalzug schockte ganz Deutschland – jetzt kommt ans Licht, was die Anklage dem Verdächtigen vorwirft.

28.05.2026, 15:18 Uhr

Anklage nach tödlicher Attacke auf Zugbegleiter in der Westpfalz

Rund vier Monate nach dem gewaltsamen Tod eines Zugbegleiters in der Westpfalz hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen 26 Jahre alten Mann erhoben. Dem Beschuldigten wird Mord aus niedrigen Beweggründen vorgeworfen, wie die Behörde in Zweibrücken mitteilte. Er soll am 2. Februar in einem Regionalexpress einen Zugbegleiter angegriffen und so schwer verletzt haben, dass dieser wenig später starb.

Nach den bisherigen Ermittlungen hatte sich der Vorfall kurz nach der Abfahrt aus dem Bahnhof Landstuhl ereignet. Der Zugbegleiter habe den Mann demnach um Vorlage seines Fahrscheins gebeten. Der 26-Jährige habe erklärt, kein Ticket zu besitzen. Auch eine Aufforderung, sich auszuweisen, soll er ignoriert haben. Daraufhin habe der 36-jährige Bahnmitarbeiter verlangt, dass der Mann den Zug verlässt. Auch dieser Anweisung sei er nicht nachgekommen.

Laut Anklage soll der Beschuldigte dem Zugbegleiter anschließend mit großer Wucht mehrfach gegen Kopf und Schläfen geschlagen haben. Dabei habe er den Tod des Opfers zumindest billigend in Kauf genommen. Der Bahnmitarbeiter sei bewusstlos zusammengebrochen und am 4. Februar an den Folgen einer Hirnblutung gestorben.

Die Staatsanwaltschaft erklärte, nach dem Ergebnis der Ermittlungen habe der Mann aus Ärger über eine alltägliche Fahrkartenkontrolle gehandelt. Der griechische Beschuldigte habe den äußeren Ablauf der Tat eingeräumt, jedoch bestritten, mit Tötungsabsicht gehandelt zu haben. Teilweise habe er sich zudem auf Erinnerungslücken berufen.

Bahnhof Landstuhl
Der mutmaßliche Täter wird wegen Mordes angeklagt. (Archivbild) Quelle: Patrick von Frankenberg/dpa

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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