Zverev in Wien kurz vor dem Sprung an die Spitze
Alexander Zverev fehlt nur noch ein weiterer Erfolg, um bereits in dieser Woche die Nummer eins der Tennis-Weltrangliste zu werden. Beim ATP-Turnier in Wien setzte sich der Sieger der French Open und der US Open in seinem ersten Match nach großem Kampf gegen den spanischen Wildcard-Starter Martin Landaluce mit 7:5, 3:6, 7:6 (13:11) durch. Dabei wehrte der Deutsche in einer Partie von mehr als drei Stunden gleich vier Matchbälle ab.
"Er hat mich bis ans Maximum gefordert. Das war ein unglaubliches Match von ihm", sagte Zverev anschließend. Sollte der 29-Jährige am Donnerstag auch sein Achtelfinale gegen Tallon Griekspoor aus den Niederlanden oder den US-Amerikaner Brandon Nakashima gewinnen, würde er Jannik Sinner an der Spitze ablösen. Der Italiener hat seine Saison wegen einer Knieverletzung bereits beendet und kann die Punkte aus dem Vorjahr daher nicht mehr verteidigen.
Dass Zverev das Jahr als Weltranglistenerster beendet, gilt schon seit geraumer Zeit als sicher. Nun könnte er diesen Meilenstein schon in Wien erreichen. "Nach Deutschland ist das der ideale Ort, um Weltranglistenerster zu werden", sagte Zverev. Er wäre erst der zweite deutsche Profi bei den Männern nach Boris Becker an der Spitze des Rankings. Bei den Frauen gelang das bislang nur Steffi Graf und Angelique Kerber.
Schwieriger Auftakt gegen starken Landaluce
Gegen Landaluce erwischte Zverev zunächst den besseren Start und nahm seinem Gegner früh den Aufschlag ab. Insgesamt fehlte ihm jedoch die Konstanz, sodass er den Vorteil schnell wieder abgab. Beim Stand von 6:5 schaffte er ein weiteres Break und sicherte sich nach 47 Minuten den ersten Satz.

Ruhe brachte ihm dieser Satzgewinn allerdings nicht. Im zweiten Durchgang setzte sich Landaluce früh ab und glich nach etwa eineinhalb Stunden in Sätzen aus. Zverev zeigte sich zunehmend unzufrieden mit seinem Spiel, während der erst 20 Jahre alte Spanier phasenweise groß aufspielte. Im Tiebreak des dritten Satzes stand Zverev gleich viermal vor dem Aus, ehe er im fünften eigenen Matchball schließlich doch noch den Einzug in die nächste Runde perfekt machte.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber