Großbrand in Westspanien zerstört 2.200 Hektar
Ein weiterer schwerer Waldbrand hat in Spanien bereits rund 2.200 Hektar Vegetation vernichtet, darunter auch Pinienbestände. Das Feuer, das seit Dienstag in der Region Las Hurdes in der Provinz Cáceres im Westen des Landes brennt, wurde nach Angaben des Vizepräsidenten der Extremadura, Abel Bautista, mit einer Wahrscheinlichkeit von 99 Prozent absichtlich gelegt.
Wegen der vorrückenden Flammen mussten bislang zehn Ortschaften mit zusammen etwa 700 Einwohnern geräumt werden. Drei Wohnhäuser wurden beschädigt, zudem sind mehrere Straßen weiterhin gesperrt. Mehr als 200 Einsatzkräfte sowie 23 Löschflugzeuge und Hubschrauber sind im Einsatz, um den Brand unter Kontrolle zu bringen.
Lage in Andalusien und Aragonien entspannt sich
Bei zwei anderen großen Waldbränden der vergangenen Wochen zeichnet sich unterdessen Entspannung ab. Nach der Eindämmung des Feuers bei Niebla in Andalusien konnten die letzten evakuierten Bewohner inzwischen in ihre Häuser zurückkehren. Dort wurden mehr als 38.000 Hektar zerstört – eine Fläche, die größer ist als das gesamte Stadtgebiet von München.
Auch beim Großfeuer in Las Peñas de Riglos in der Region Aragonien hat sich die Situation inzwischen stabilisiert. Der Brand hatte dort mehr als 18.000 Hektar erfasst. Zuletzt waren noch 1.046 Menschen aus 19 Ortschaften, zwei Campingplätzen und einem Ferienlager in Sicherheit gebracht worden. Für die Bewohner von sieben Orten wurde die Evakuierung inzwischen aufgehoben.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber