FC Bayern setzt zum Bundesliga-Start ein Ausrufezeichen gegen Stuttgart
Nach dem deutlichen Erfolg des FC Bayern München zeigte sich Stuttgarts Trainer Sebastian Hoeneß sichtlich enttäuscht. Der VfB hatte sich für das Eröffnungsspiel der 64. Bundesliga-Saison einiges vorgenommen und setzte seinen Matchplan über weite Strecken zunächst erfolgreich um. Doch wie schon vor drei Monaten im DFB-Pokalfinale endete die Partie mit einem klaren Sieg der Münchner – damals 3:0 in Berlin, diesmal sogar 5:1 in München.
"Das ist hart", sagte Hoeneß nach der Niederlage zum Auftakt. Die Stuttgarter hatten die Bayern lange mit intensivem Pressing und enger Manndeckung beschäftigt und ihnen das Leben schwer gemacht.
Joshua Kimmich würdigte den Auftritt des Gegners: "Der VfB hat immer einen Plan." Über längere Phasen habe Bayern kaum Räume gefunden und nur selten Tiefe ins Spiel bringen können. Für ihn erinnerte die Begegnung an viele frühere Duelle mit Stuttgart.
Bayerns Effizienz entscheidet
In der 52. Minute gelang Josha Vagnoman der zwischenzeitliche Ausgleich für die Gäste. Doch nur fünf Minuten später hatten die Bayern die Partie vor 75.000 Zuschauern bereits wieder klar in ihre Richtung gelenkt – auch begünstigt durch ein Eigentor von Vagnoman zum 3:1.
Hoeneß sprach von der großen Routine des Rekordmeisters: Die Bayern seien äußerst abgeklärt, kämen mit wenigen Chancen aus und hörten nie auf. VfB-Kapitän Deniz Undav bezeichnete das 1:3 sogar als entscheidenden Knackpunkt und hob die enorme Qualität der Münchner hervor.

Bredlow trotz fünf Gegentoren gelobt
Stuttgart zeigte lange Zeit viel Leidenschaft und verteidigte mit großem Aufwand. Trotzdem reichte es am Ende einmal mehr nicht. Sportvorstand Fabian Wohlgemuth nannte das Resultat "deprimierend". Zugleich wertete er die Partie als wichtige Standortbestimmung: Nun wisse man, wo die Mannschaft stehe.
Ein Sonderlob erhielt trotz der fünf Gegentreffer Torwart Fabian Bredlow, der den verletzten Dennis Seimen vertrat. Nach Einschätzung von Wohlgemuth bewahrte er den VfB mehrfach vor noch größerem Schaden und zeigte insgesamt eine fehlerfreie Leistung. Gegen einen FC Bayern in dieser Form war aber selbst das zu wenig.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber