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«Rosenheim-Cops» sind zurück: Das steckt im Staffelstart

Über 600 Leichen, Promi-Gaststars und ein emotionaler Abschied: Diese 13 Fakten zur neuen Staffel überraschen Fans.

28.09.2026, 06:00 Uhr

25 Jahre „Die Rosenheim-Cops“: Staffel 26 bringt Abschiede, neue Fälle und frische Gesichter

Von einem Verbrechen im Tiny House über einen tödlichen Angriff mit dem Maßkrug bis hin zu einem mysteriösen Todesfall auf einem Ufologen-Treffen: Anfang 2027 feiert „Die Rosenheim-Cops“ ihr 25-jähriges Bestehen. Das Jubiläum fällt mitten in die 26. Staffel.

Das ZDF schickt nun 24 neue Episoden der Krimireihe aus der bayerischen Voralpenregion ins Rennen. In der Mediathek starten die Folgen am 29. September, im Fernsehen laufen sie ab 6. Oktober.

Die neue Staffel hält einige markante Veränderungen bereit. Hier sind die wichtigsten Punkte rund um die Kultserie.

Was ist neu in Staffel 26?

Eine der größten Änderungen betrifft Marisa Burger: Nach rund 25 Jahren verlässt sie die Serie in ihrer Rolle als Polizeisekretärin Miriam Stockl. Seit der ersten Folge war sie fester Bestandteil des Reviers, mischte sich immer wieder in Ermittlungen ein und wurde mit ihrem Satz „Es gabat a Leich“ zur Kultfigur.

Ihre Nachfolge übernimmt nach der Folge „Es gabat an Abschied“, die am 24. November ausgestrahlt werden soll, Christin Lange gespielt von Sarah Thonig. Bislang war diese Figur am Empfang tätig. In den ersten neuen Episoden ist Stockl aber weiterhin zu sehen und verweist dabei auch selbstbewusst auf ihre langjährige Erfahrung.

Nicht nur sie verabschiedet sich: Auch Christian K. Schaeffer hört als Wirt Ignaz „Jo“ Caspar im „Times Square“ auf. An seine Stelle tritt laut Produktion Yasmin Rabe (Maya Haddad), die eine neue Tagesbar führt.

«Rosenheim-Cops» ermitteln wieder: Gossip zum Staffelstart
Kulisse für das Polizeipräsidium ist das (echte) Rosenheimer Rathaus. (Archivbild) Quelle: Uwe Lein/dpa

Wann und wo läuft die Serie?

Neue Folgen zeigt das ZDF jeweils dienstags um 19.25 Uhr direkt nach den „heute“-Nachrichten und dem Wetter. Eine Episode dauert ungefähr 45 Minuten. Bereits eine Woche vorher sind die Folgen in der ZDF-Mediathek abrufbar.

Dort finden sich auch ältere Staffeln. Zusätzlich sendet das ZDF werktags am Nachmittag um 16.10 Uhr Wiederholungen.

Nach Angaben des Senders sind sämtliche Folgen außerdem über Plattformen wie MagentaTV, Amazon, Disney+, iTunes, Google Play, Apple TV, Blue, Waipu und O2 verfügbar.

Wie erfolgreich sind die „Rosenheim-Cops“?

Über die Jahre hinweg kommt die Serie laut ZDF auf einen durchschnittlichen Marktanteil von etwa 16 Prozent. Die Zuschauerzahlen lagen meist zwischen 3,7 und 4,9 Millionen. Dabei ist zu beachten, dass sich die Erhebungsgrundlagen im Lauf der Jahre teilweise verändert haben.

Seit wann gibt es die Serie?

Die erste Episode mit dem Titel „Der Tote am See“ lief am 9. Januar 2002.

Welche Figuren sind seit Beginn dabei?

Neben Marisa Burger als Miriam Stockl gehören auch Max Müller als Michael Mohr und Karin Thaler als Marie Hofer seit der ersten Staffel zur Besetzung.

Michael Mohr unterstützt die Kommissare seit Jahren bei den Ermittlungen. Eine Beförderung hatte er einst abgelehnt, weil sie nur mit einer Versetzung nach Unterfranken möglich gewesen wäre.

Marie Hofer ist die Schwester des früheren Kommissars Korbinian Hofer. Zwischenzeitlich war sie in der Kommunalpolitik aktiv und gewann auch als enge Vertraute von Polizeidirektor Gert Achtziger (Alexander Duda) an Bedeutung.

Welche besonderen Entwicklungen gab es im Lauf der Jahre?

Ein schwerer Einschnitt war der Tod von Joseph Hannesschläger, der den langjährigen Kommissar Korbinian Hofer spielte. Der Schauspieler starb im Januar 2020 im Alter von 57 Jahren.

Die Serie setzte dennoch ihren Erfolg fort: Dieter Fischer als Anton Stadler, der Hofer zuvor schon gelegentlich vertreten hatte, rückte dauerhaft nach.

Langjährige Zuschauer erinnern sich außerdem daran, dass Marie Hofer in den frühen Folgen einen Sohn hat, der mit der Zeit immer seltener auftaucht und irgendwann gar nicht mehr erwähnt wird.

Wie viele Leichen gab es bisher?

Eine exakte Zahl gibt es laut Produktion nicht. Sicher ist aber: Es waren bereits weit über 600. Sogar Folgen mit zwei Morden hat es schon gegeben.

Was sollte man über die Hauptkommissare wissen?

Die heutigen Kommissare Anton Stadler und Sven Hansen (Igor Jeftić) waren dem Stammpublikum schon bekannt, bevor sie als Ermittler im Einsatz waren. Beide tauchten früher bereits in anderen Rollen auf — damals allerdings noch als Verdächtige.

Dieter Fischer spielte in Staffel 7 zunächst sogar einmal einen Angehörigen eines Mordopfers.

Welche prominenten Gaststars waren schon dabei?

Die Liste bekannter Namen ist lang. Zu den Gastauftritten zählen unter anderem Christine Neubauer, Wayne Carpendale, Tom Beck, das Comedy-Duo Erkan und Stefan, die Moderatoren Dieter Thomas Heck und Rudi Cerne sowie Sänger Andreas Gabalier.

Auch Verona Pooth war schon zu sehen — in einer Rolle im Rollstuhl. Simone Thomalla spielte sogar Zwillingsschwestern.

Von wem stammt die Titelmusik?

Der bekannte Titelsong „Pfeif drauf“ stammt von der Band Haindling.

Welches Gebäude dient als Polizeipräsidium?

Als Außenansicht des Polizeipräsidiums dient das echte Rosenheimer Rathaus. Oberbürgermeister Abuzar Erdogan (SPD) ist überzeugt, dass es nicht nur das meistfotografierte Gebäude der Stadt, sondern auch eines der bekanntesten Rathäuser Deutschlands ist.

In den ersten Jahren wurde sogar im Inneren des Rathauses gedreht. Später entstand die Kulisse dann in der Bavaria Filmstadt in Grünwald bei München.

Warum kommt die Mischung aus Krimi und bayerischem Flair so gut an?

Für Oberbürgermeister Erdogan liegt ein Teil des Erfolgs in der besonderen Verbindung aus Alpenkulisse, regionaler Kultur und sympathischen Ermittlern. Bayern sei das Bundesland mit den meisten Gästeübernachtungen — das zeige, wie groß die Anziehungskraft von Landschaft und Lebensart sei.

Mit einem Augenzwinkern erzählt er zudem, er bekomme immer wieder Nachrichten mit der Frage, wie sich die vielen TV-Morde und Festnahmen eigentlich auf die Demografie Rosenheims auswirkten.

Schauspieler Max Müller nennt als Gründe für den Erfolg vor allem die Schönheit Oberbayerns, den vergleichsweise geringen Blutanteil und die Möglichkeit für das Ensemble, in Ruhe kreativ zu arbeiten.

Kann man die Drehorte besuchen?

Ja. In Rosenheim gibt es mehrere Stadtführungen mit Bezug zur Serie, darunter „Auf den Spuren der Rosenheim-Cops“ sowie eine Tagestour für Fans. Manche Angebote sind öffentlich buchbar, andere richten sich an Gruppen.

Allein in diesem Jahr haben laut einem Stadtsprecher bis zum 1. September bereits 17.746 Menschen an insgesamt 1.007 Führungen teilgenommen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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