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Qantas knackt Grenze mit irrem 24-Stunden-Flug

3,6 Millionen schauen gebannt zu: Dieser A350 fliegt 24 Stunden nonstop um die halbe Welt – doch warum sorgt er für so viel Aufsehen?

29.07.2026, 07:21 Uhr

Ein speziell für Ultralangstrecken ausgelegter Airbus A350 der australischen Airline Qantas hat mit einem Nonstop-Flug von mehr als einem Tag einen neuen Maßstab bei Distanz und Flugdauer gesetzt. Die Maschine startete in Melbourne und landete am Dienstag nach 24 Stunden und 24 Minuten ohne Zwischenstopp im südfranzösischen Toulouse. Insgesamt legte das Flugzeug dabei mehr als 23.000 Kilometer zurück.

Airbus sprach von einem außergewöhnlichen Einsatz für die Besatzung: vom Winter in den Sommer, über zwei Ozeane und drei Kontinente hinweg – inklusive zwei Sonnenaufgängen und zwei Sonnenuntergängen auf demselben Flug. Damit lag die Flugdauer fast zwei Stunden über dem bisherigen Rekord eines Demonstrationsflugs von Hongkong nach London aus dem Jahr 2005. Ob der Flug offiziell ins Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen wird, blieb zunächst offen.

Teil von „Project Sunrise“

Der Rekordflug war Teil von Qantas’ seit Jahren vorbereitetem „Project Sunrise“. Die Fluggesellschaft will ab Oktober 2027 erstmals Direktverbindungen von Sydney nach London anbieten. Später soll auch New York nonstop angeflogen werden. Je nach Wetterlage sollen diese Verbindungen rund 19 bis 21 Stunden dauern.

Eine erste Maschine des Typs A350-1000ULR soll im kommenden Jahr an Qantas übergeben werden. Nach bisherigen Planungen ist die erste Auslieferung für April 2027 vorgesehen.

Einer der meistverfolgten Flüge der Geschichte

Auch online stieß der Testflug auf enormes Interesse. Nach Angaben des Flugtracking-Dienstes Flightradar24 verfolgten ihn mehr als 3,6 Millionen Menschen. Damit zählt der Flug zu den meistbeobachteten der Geschichte des Dienstes.

Für das Vorhaben hat Qantas zwölf speziell angepasste Airbus A350-1000ULR bestellt. Das Kürzel ULR steht für Ultra Long Range. Die Jets erhalten unter anderem einen zusätzlichen Treibstofftank mit einem Volumen von 20.000 Litern und sind für 238 Passagiere ausgelegt. Um die Belastung auf den Ultralangstrecken zu verringern, sollen die Pilotinnen und Piloten in Vier-Stunden-Schichten arbeiten.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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