DFB-Präsident Bernd Neuendorf hat sich klar gegen einen möglichen Investoreneinstieg bei der FIFA gestellt. Im ZDF betonte er, der Fußball müsse unabhängig bleiben und dürfe nicht von Geldgebern fremdbestimmt werden. Zugleich warnte er davor, die Unterstützung der Fans aufs Spiel zu setzen. Aus seiner Sicht sei die Entwicklung höchst problematisch und daher nicht zustimmungsfähig.
Weniger als zwei Wochen nach dem WM-Endspiel in den USA hatte die FIFA bekanntgegeben, durch den möglichen Verkauf von Anteilen an ihren kommerziellen Rechten — darunter auch Rechte rund um die Weltmeisterschaft — Milliarden erlösen zu wollen. Auch die UEFA hatte ihren Widerstand gegen ein solches Modell bereits deutlich gemacht.
Medienberichten zufolge setzte die FIFA den 211 Mitgliedsverbänden eine Frist, um dem Vorhaben zuzustimmen, und stellte dafür im Gegenzug eine Sonderzahlung in Aussicht. Mehrere britische Medien berufen sich dabei auf ein fünfseitiges Schreiben von FIFA-Präsident Gianni Infantino. Als Stichtag für die Zustimmung wird demnach der 19. September genannt.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber