Die Nürnberger Verkehrs-Aktiengesellschaft (VAG) rüstet sich angesichts der angekündigten nächsten Hitzewelle, um erneute Ausfälle bei den Straßenbahnen zu vermeiden. Für die kommenden Tage hat das Unternehmen strengere Überprüfungen im gesamten Tramnetz angekündigt. Bereits Ende Juni war der Betrieb wegen extremer Temperaturen zeitweise zum Stillstand gekommen, nachdem die Bitumen-Fugenmasse zwischen Schienen und Asphalt weich geworden war.
Nach Angaben der VAG soll künftig ein Schienenschleifzug rund um die Uhr unterwegs sein, um insbesondere asphaltierte Gleisabschnitte zu säubern. Außerdem ist vorgesehen, die Schienen mit Wasser zu besprühen, damit sich ihre Oberflächentemperatur verringert. Dafür sollen auch Fahrzeuge eingesetzt werden, die sonst im Winter Salzsole ausbringen. Falls die Fugenmasse trotzdem klebrig wird, soll Sand gestreut werden.
Für besonders extreme Wetterlagen schließt die VAG eine vorsorgliche Einstellung des Straßenbahnbetriebs nicht aus. In diesem Fall würden 23 Ersatzbusse im 15-Minuten-Takt verkehren, vor allem an U-Bahn-Stationen. Zudem werden bei Temperaturen von mehr als 30 Grad einige Buslinien auf Teilstrecken umgeleitet. Betroffen sind unter anderem die Haltestellen Rathenauplatz und Friedrich-Ebert-Platz.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet bereits mit einer neuen Hitzewelle. Am Donnerstag werden Höchstwerte von 34 Grad im Hofer Land bis nahezu 40 Grad am unteren Main erwartet.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber