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Palast in Sorge: So schlecht geht es Mette-Marit wirklich

Drama um Norwegens Royals: Mette-Marits Zustand hat sich drastisch verschlechtert – jetzt wächst die Angst ums Königshaus.

03.06.2026, 09:30 Uhr

Sorge um Mette-Marit: Haakon zwischen Staatsaufgaben und Familienkrise

Norwegens Kronprinz Haakon nimmt seit Wochen einen offiziellen Termin nach dem anderen wahr. Doch seine Gedanken sind derzeit offenbar vor allem bei seiner Frau. Kronprinzessin Mette-Marit, die seit Jahren schwer an der Lunge erkrankt ist, geht es nach Angaben des Thronfolgers sehr schlecht.

Bei einem Besuch in Japan machte Haakon deutlich, wie belastend die Lage für ihn ist. Er brach die Reise um einen Tag früher ab und erklärte vor Reportern, dass es ihm schwerfalle, so weit von zu Hause entfernt zu sein. Für ihn sei es jetzt besonders wichtig, zurückzukehren und bei Mette-Marit zu sein.

Auch die gemeinsame Tochter, Prinzessin Ingrid Alexandra, will Medienberichten zufolge ihren Studienaufenthalt in Sydney vorübergehend unterbrechen, um ihre Mutter zu unterstützen.

Gesundheitszustand seit Monaten verschlechtert

Bereits im Dezember hatte das norwegische Königshaus mitgeteilt, dass Mette-Marit langfristig eine Lungentransplantation benötigen dürfte. Seither soll sich ihr Zustand weiter verschlechtert haben. Beobachter gehen davon aus, dass auch die vielen Belastungen der vergangenen Monate dazu beigetragen haben könnten.

Denn neben ihrer Krankheit war die Kronprinzessin zuletzt auch mit mehreren familiären und öffentlichen Affären konfrontiert.

Zusätzlicher Druck durch Skandale

Ihr ältester Sohn Marius Borg Høiby, den Mette-Marit aus einer früheren Beziehung mit in die Ehe brachte, geriet wegen schwerer Vorwürfe massiv in die Schlagzeilen. Zudem sorgte auch Mette-Marit selbst für Kritik: In Unterlagen rund um den Fall Jeffrey Epstein tauchten Informationen auf, die ihre frühere Verbindung zu dem verurteilten Sexualstraftäter erneut in den Fokus rückten.

Norwegische Königsfamilie
Ingrid Alexandra (Mitte) kehrt nach Hause zurück, um bei ihrer Mutter Mette-Marit (rechts) zu sein. Und sicher auch, um Papa Haakon (links) bei seinen Aufgaben zu unterstützen. (Archivbild) Quelle: Ole Berg-Rusten/NTB/dpa

Im norwegischen Fernsehen sagte die Kronprinzessin, sie habe damals nicht gewusst, dass Epstein ein Sexualstraftäter sei. Viele Menschen in Norwegen reagierten dennoch skeptisch. Manche halten ihr Verhalten für naiv, andere zweifeln sogar daran, ob sie noch als künftige Königin geeignet sei.

Gleichzeitig gibt es aber auch viel Mitgefühl. Mette-Marit leidet seit 2018 an Lungenfibrose, einer unheilbaren Erkrankung, die unter anderem Atemnot, Kurzatmigkeit und Husten auslösen kann. Zuletzt war sie bei einzelnen öffentlichen Auftritten mit Sauerstoffgerät zu sehen.

Haakon versuchte sich dennoch optimistisch zu geben und sagte, man müsse versuchen, so gut wie möglich mit der Situation umzugehen. Dass ihn die Entwicklung schwer trifft, ist jedoch offensichtlich.

Haakon trägt immer mehr Verantwortung

Der Eindruck verstärkt sich, dass Haakon derzeit einen großen Teil der Last innerhalb der Monarchie allein schultern muss. König Harald V. und Königin Sonja sind beide hochbetagt und hatten zuletzt selbst wiederholt gesundheitliche Probleme. Königin Sonja musste wegen Herzbeschwerden innerhalb kurzer Zeit zweimal ins Krankenhaus. König Harald trägt einen Herzschrittmacher. Auch seine Schwester, Prinzessin Astrid, unterstützt trotz ihres hohen Alters weiterhin, wo es möglich ist.

Eine Abdankung kommt für Harald bislang offenbar nicht infrage. Haakon äußerte sich dazu kürzlich mit Respekt und sagte, er finde es beeindruckend, wie sein Vater und seine Mutter ihre offiziellen Pflichten weiterhin erfüllen. Aus seiner Sicht leisteten beide deutlich mehr, als man in ihrem Alter erwarten könne.

Rückkehr von Ingrid Alexandra als mögliches Signal

Umso bedeutender wirkt nun die geplante Rückkehr von Ingrid Alexandra nach Norwegen. Dass die Thronerbin ihr Studium in Australien unterbricht, könnte als Hinweis darauf verstanden werden, wie ernst die Lage ihrer Mutter inzwischen ist. Zugleich dürfte ihre Anwesenheit auch Haakon entlasten, der zwischen familiärer Sorge und repräsentativen Aufgaben steht.

Neben Prinzessin Ingrid Alexandra und Prinz Sverre Magnus ist Mette-Marits Erkrankung damit auch für die Zukunft des Königshauses ein sensibles Thema.

Monarchie in schwieriger Phase

Lange konnte sich das norwegische Königshaus auf breite Unterstützung in der Bevölkerung verlassen. Das hing vor allem mit der Beliebtheit von König Harald zusammen, der als bodenständig und skandalfrei gilt.

Mit der jüngeren Generation ist jedoch mehr Unruhe eingezogen. Einer aktuellen Umfrage für den Sender NRK zufolge sprechen sich derzeit noch 64 Prozent der Norwegerinnen und Norweger für die Monarchie aus. Für norwegische Verhältnisse ist das vergleichsweise wenig: 2017 lag die Zustimmung noch bei 81 Prozent.

Laut der Erhebung ist inzwischen rund ein Drittel der Bevölkerung der Ansicht, dass die Monarchie nach Harald beendet werden sollte. Besonders kritisch äußern sich jüngere Menschen. In der Altersgruppe zwischen 18 und 29 Jahren spricht sich nur etwa die Hälfte dafür aus, das Königtum nach Harald fortzuführen.

Für Kronprinz Haakon bedeutet das eine doppelte Belastung: Er sorgt sich um seine schwer kranke Frau und steht zugleich vor der Aufgabe, das Vertrauen in die Zukunft der norwegischen Monarchie zu sichern.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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