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Kreml zögert: Wann reden Trump und Putin wirklich?

Trump kündigt ein baldiges Telefonat mit Putin an – doch der Kreml weiß angeblich von nichts. Was steckt dahinter?

08.10.2026, 06:17 Uhr

Ein möglicher Telefontermin zwischen Kremlchef Wladimir Putin und dem früheren US-Präsidenten Donald Trump im Zusammenhang mit dem Verdacht auf Lungenpest nach dem Tod einer Wissenschaftlerin in Sibirien steht nach russischen Angaben noch nicht fest. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte der staatlichen Agentur Tass, dass Moskau und Washington bislang kein Gespräch vereinbart hätten und unklar sei, wann ein Telefonat zustande komme. Trump hatte zuvor erklärt, ein solcher Anruf sei bereits geplant und werde sehr bald stattfinden.

Nach Angaben des Kremls haben die beiden Politiker seit Jahresbeginn bereits fünfmal miteinander telefoniert. Das bislang jüngste Gespräch habe am 8. September stattgefunden. Falls es eine entsprechende Initiative gebe, könne ein weiteres Telefonat kurzfristig organisiert werden.

Die 28-jährige Wissenschaftlerin arbeitete an einem Institut zur Bekämpfung von Pestkrankheiten. Sie war am Freitag im Kreiskrankenhaus von Schelechow bei Irkutsk in Sibirien gestorben. Die zuständige russische Seuchenschutzbehörde erklärte, ihr Tod sei nicht durch einen Pesterreger verursacht worden. Als Todesursache wurde eine Lungenentzündung unbekannter Herkunft angegeben.

WHO fordert Angaben zu möglichem zweitem Fall

Das US-Außenministerium hatte die russischen Behörden bereits dazu aufgerufen, Informationen rasch und transparent offenzulegen. Am Mittwochabend bat auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Russland um Auskunft über einen möglichen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit einer Lungenentzündung in Irkutsk. Hintergrund war ein Medienbericht, der nach üblichen Prüfverfahren untersucht und als glaubwürdig eingestuft worden sei.

Die Lungenpest ist eine besonders schwere Form der Pest, die durch das Bakterium Yersinia pestis ausgelöst wird. Sie tritt auf, wenn sich die Infektion auf die Lunge ausweitet. Bei früher Behandlung ist die Krankheit mit Antibiotika therapierbar. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) kommt Pest heute noch in Teilen Afrikas, Amerikas und Asiens vor, jedoch nicht in Deutschland.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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