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Central Park: Jetzt droht das Aus für Pferdekutschen

Touristen lieben die Kutschen im Central Park – doch nun ist Schluss. Warum New York seine Kult-Attraktion jetzt verbannt.

22.10.2026, 23:12 Uhr

New York beschließt Aus für Pferdekutschen im Central Park

Nach etwa 150 Jahren soll die Zeit der Pferdekutschen im New Yorker Central Park enden. Der Stadtrat von New York verabschiedete ein Gesetz, das die traditionsreichen Fahrten schrittweise abschafft. Spätestens zum 1. Juni 2028 sollen sie eingestellt werden. Auf den Entwurf hatten sich Bürgermeister Zohran Mamdani und die Vorsitzende des Stadtrats, Julie Menin, verständigt, nachdem zuvor bereits ein Gesundheitsausschuss zugestimmt hatte.

Der Beschluss beendet einen Streit, der seit Jahrzehnten geführt wird. Während die Kutschfahrten vor allem bei Touristen großen Zuspruch finden, fordern Tierschützer schon lange ihr Aus. Sie werfen den Betreibern vor, die Pferde würden überlastet, nicht angemessen untergebracht und könnten in stressigen Situationen leicht in Panik geraten. Die rund 150 Kutscherinnen und Kutscher weisen diese Vorwürfe zurück und hatten stattdessen strengere Regeln statt eines Verbots verlangt.

Auch US-Präsident Donald Trump meldete sich in der Debatte zu Wort. Auf seiner Plattform Truth Social bezeichnete er das Ende dieser „grundlegenden New-York-Erfahrung“ als sehr traurig. Die Fahrten seien eine großartige Tradition gewesen, schrieb der in New York geborene Präsident, und ein weiteres Stück Geschichte gehe damit verloren.

Die Kutschen gehören seit rund eineinhalb Jahrhunderten zum Bild des Central Parks, doch es kam immer wieder zu Unfällen. Im Juni starb ein 18-jähriger Besucher aus Indien, der mit seiner Familie in New York war. Er war aus einer Kutsche gesprungen, nachdem seine Mutter herausgeschleudert worden war. Nach diesem Unglück wuchs der politische Druck für ein Verbot deutlich. Das neue Gesetz trägt nun zu seinem Andenken den Namen „Romanch’s Law“.

Pferdekutsche im Central Park
Die Kutschen rollen seit rund 150 Jahren durch den Central Park. (Archivbild) Quelle: Bianca Otero/ZUMA Press Wire/dpa

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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