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Kongos tödlichster Ebola-Ausbruch aller Zeiten

Ebola im Kongo fordert so viele Opfer wie nie – warum Experten jetzt vor einer noch größeren Katastrophe warnen.

17.08.2026, 12:36 Uhr

Ebola-Ausbruch im Kongo so tödlich wie nie zuvor

Der aktuelle Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo ist nach Angaben der Behörden inzwischen der folgenschwerste in der Geschichte des Landes. Nach Mitteilung des Instituts für Öffentliche Gesundheit kamen bislang 2.325 Menschen durch das Virus ums Leben. Damit liegt die Zahl der Todesopfer über dem bisherigen Höchststand des früher größten Ausbruchs, bei dem zwischen 2018 und 2020 insgesamt 2.299 Menschen starben.

Die Zahl der bestätigten Infektionen erhöhte sich demnach auf 4.945. Es ist der 17. erfasste Ebola-Ausbruch in dem zentralafrikanischen Staat mit rund 112 Millionen Einwohnern. Weltweit wurde nur in Westafrika ein noch größerer Ausbruch registriert: Zwischen 2014 und 2016 wurden in Guinea, Liberia und Sierra Leone mehr als 28.500 Fälle gezählt, 11.310 Menschen starben.

WHO warnt vor rasanter Entwicklung

Die Weltgesundheitsorganisation zeigt sich besorgt, dass die Lage im Kongo Ausmaße annehmen könnte, die bisher nicht erreicht wurden. Schon in den ersten drei Monaten des jetzigen Ausbruchs lagen sowohl die Fallzahlen als auch die Zahl der Todesfälle deutlich über den Werten, die im gleichen Zeitraum während der Westafrika-Epidemie verzeichnet worden waren.

Bekannt wurde der derzeitige Ausbruch Mitte Mai. Die Eindämmung gilt als besonders schwierig, weil die Infektionen durch den Ebola-Typ Bundibugyo verursacht werden. Gegen diese Variante gibt es bislang weder einen gezielten Impfstoff noch eine speziell entwickelte Behandlung. Seit Anfang Juli werden zwei antivirale Therapieansätze in klinischen Studien getestet. Wegen der Schwere der Lage soll außerdem untersucht werden, ob sich der Erreger möglicherweise verändert hat.

Ebola ist eine lebensgefährliche Infektionskrankheit. Übertragen wird das Virus durch engen Körperkontakt sowie durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten. Die Erkrankung kann stark ansteckendes Fieber auslösen und geht oft mit Durchfall und Blutungen einher.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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