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Inferno in Mugla: Türkei ringt mit Waldbrand

Wind peitscht die Flammen in Mugla an: Häuser und Tiere fliehen bereits – während andernorts Brände gerade gebändigt werden.

07.09.2026, 13:21 Uhr

Waldbrand in Mugla: Feuerwehr im Großeinsatz

Im Südwesten der Türkei bekämpfen Einsatzkräfte weiterhin einen Waldbrand in der Provinz Mugla. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu brach das Feuer aus bislang ungeklärter Ursache im Viertel Yaras aus und betrifft die Bezirke Mentese und Ula.

Drei Wohnhäuser wurden vorsorglich geräumt. Nach Angaben von Provinzgouverneur Idris Akbiyik laufen die Löscharbeiten sowohl aus der Luft als auch am Boden. Neben den Anwohnern mussten auch Rinder und Schafe in Sicherheit gebracht werden.

Starker Wind erschwert derzeit den Einsatz und treibt die Flammen weiter an. An den Arbeiten sind unter anderem sieben Flugzeuge, 13 Hubschrauber, 32 Löschfahrzeuge und 232 Kräfte beteiligt. Der Verkehr auf der Straße zwischen Mugla und Denizli wird unter kontrollierten Bedingungen weitergeführt.

Weiterer Brand in Antalya eingedämmt

Wie die türkische Generaldirektion für Forstwirtschaft auf der Plattform X mitteilte, konnte ein weiterer Waldbrand in der Provinz Antalya im Bezirk Serik inzwischen unter Kontrolle gebracht werden.

In den Sommermonaten kommt es in der Türkei immer wieder zu Waldbränden. Begünstigt werden sie vor allem durch anhaltende Trockenheit und kräftige Winde. Nach Einschätzung des Istanbuler Experten Cihan Erdönmez sind häufig mangelhaft gewartete Stromleitungen Auslöser solcher Feuer. Forstminister Ibrahim Yumakli erklärte zudem, im Jahr 2025 seien in der Türkei mehr als 5.000 Waldbrände registriert worden. Demnach seien 96 Prozent davon direkt oder indirekt auf menschliche Ursachen zurückzuführen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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