Mann fragt bei Bundespolizei nach Fahndung – und wird festgenommen
Ein 42-jähriger Mann hat in München unfreiwillig seine eigene Festnahme ausgelöst. Wie die Bundespolizei mitteilte, erkundigte er sich dort, ob gegen ihn eine Fahndung vorliege. Dabei stellte sich heraus, dass tatsächlich ein offener Haftbefehl gegen ihn bestand. Der Vorwurf lautet auf das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.
Nach Angaben der Beamten wurde der Mann von mehreren Staatsanwaltschaften gesucht. Weil er die fällige Summe von rund 1.900 Euro nicht aufbringen konnte, muss er nun eine Ersatzfreiheitsstrafe von 60 Tagen in einer Justizvollzugsanstalt verbüßen.
Bereits einige Stunden zuvor hatte die Bundespolizei am Mittwoch einen weiteren Haftbefehl vollstreckt. Eine 59-jährige Frau hatte am Hauptbahnhof einen 21-Jährigen geschlagen und ihn sowie seine Begleitung beleidigt. Bei der anschließenden Kontrolle entdeckten die Beamten, dass gegen die Frau ein offener Haftbefehl wegen eines Drogendelikts vorlag. Da auch sie die geforderten 750 Euro nicht bezahlen konnte, wurde sie in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber