Die Deutsche Bahn hat im ersten Halbjahr 2026 trotz anhaltender Probleme mit Verspätungen und einer sanierungsbedürftigen Infrastruktur wirtschaftlich besser abgeschnitten. Unter dem Strich erzielte der bundeseigene Konzern einen Gewinn von 147 Millionen Euro. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte noch ein Verlust von 760 Millionen Euro nach Steuern zu Buche gestanden. Das operative Ergebnis (Ebit) verbesserte sich nach Angaben des Unternehmens um 650 Millionen Euro auf 415 Millionen Euro.
Nach Aussage von Bahnchefin Evelyn Palla schreibt das Eisenbahngeschäft damit erstmals seit sieben Jahren wieder schwarze Zahlen. Zugleich machte sie deutlich, dass für sie nicht allein die Bilanz zähle: Entscheidend sei, dass sich auch die Qualität im täglichen Bahnbetrieb spürbar verbessere.
Positive Entwicklung in allen Bereichen
Als Grund für die bessere Geschäftsentwicklung nannte die Bahn den bereits angelaufenen Konzernumbau. Dieser umfasst unter anderem Kostensenkungen sowie einen Stellenabbau in der Konzernzentrale und bei internen Dienstleistern. Zudem soll das Unternehmen künftig dezentraler organisiert werden. Mehr Verantwortung soll vor Ort liegen, während die regional Verantwortlichen stärker an konkreten Kennzahlen gemessen werden.
Wie die Bahn weiter mitteilte, konnten alle Geschäftsfelder ihr operatives Ergebnis in den ersten sechs Monaten des Jahres stabil positiv halten oder verbessern. Gleichzeitig seien die Investitionen des Konzerns im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erneut deutlich gestiegen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber