Inflation in Bayern steigt im Juli auf 2,8 Prozent
In Bayern hat sich die Inflation im Juli auf 2,8 Prozent erhöht. Im Juni hatte die Teuerungsrate noch bei 2,5 Prozent gelegen. Nach Angaben des Statistischen Landesamts verteuerten sich gegenüber dem Vorjahr vor allem Heizöl sowie Kraftstoffe deutlich. Zu den genauen Gründen äußerte sich die Behörde in ihrer vorläufigen Mitteilung nicht näher.
Besonders stark fiel der Preisanstieg bei Heizöl aus: Ende Juli lag es um 26,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Auch Benzin und Diesel wurden erheblich teurer. Im Vergleich zu vor zwölf Monaten kosteten sie 21,3 Prozent mehr, gegenüber Juni stiegen die Preise um knapp sieben Prozent. Dabei dürfte auch das Auslaufen des befristeten Tankrabatts eine Rolle gespielt haben.
Ohne die kräftigen Aufschläge bei Heizöl und Sprit wäre die Inflationsrate den Daten zufolge lediglich bei zwei Prozent gelegen. Strom, Gas und andere Energieformen für Haushalte waren sogar etwas günstiger als ein Jahr zuvor. Bei Lebensmitteln blieb der Preisanstieg mit 1,2 Prozent vergleichsweise moderat.
Stärker bemerkbar macht sich die Inflation in diesem Sommer bei Urlaubsreisen. Pauschalreisen verteuerten sich um 5,6 Prozent. Deutlich weniger stark stiegen dagegen die Kosten für Restaurantbesuche und Übernachtungen im Inland: Für Gaststätten- und Beherbergungsdienstleistungen mussten Verbraucher nur rund zwei Prozent mehr zahlen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber