Höhlenforscher auf Sardinien nach mehr als 27 Stunden aus verschütteter Höhle gerettet
Auf Sardinien ist ein aufwendig vorbereiteter Rettungseinsatz erfolgreich zu Ende gegangen: Ein 31 Jahre alter Höhlenforscher wurde nach mehr als 27 Stunden aus einer Höhle nahe Urzulei befreit. Das teilten die italienische Berg- und Höhlenrettung sowie die Feuerwehr mit.
Der Mann war seit Sonntagnachmittag in rund zehn Metern Tiefe eingeschlossen, nachdem ein Hangrutsch den Eingang der Höhle im Osten der Mittelmeerinsel verschüttet hatte. Die Rettungsarbeiten dauerten die gesamte Nacht zum Montag an und wurden im Laufe des Tages mit großem Aufwand fortgesetzt.
Zwischenzeitlich gelang es den Helfern, Kontakt zu dem Eingeschlossenen herzustellen. Nach Angaben der Rettungskräfte war der 31-Jährige am Leben und bei Bewusstsein, während sich die Einsatzkräfte durch die Geröllmassen zum Höhleneingang vorarbeiteten.
An der komplizierten Bergung waren mehr als 30 Kräfte der Berg- und Höhlenrettung sowie der Feuerwehr beteiligt. Sie entfernten das Geröll am Eingang in mühsamer Handarbeit, um den Mann aus den Trümmern zu befreien.
Nach seiner Rettung wurde der Höhlenforscher an die Oberfläche gebracht und dort zunächst von medizinischem Personal stabilisiert. Anschließend sollte er mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden, wo weitere Untersuchungen und Behandlungen geplant waren.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber