Tödlicher Schusswaffeneinsatz in Minneapolis
Bei einem Schusswaffenvorfall in einem Hochhaus in Minneapolis sind zwei Menschen getötet worden. Nach Angaben der Polizei kam außerdem auch der mutmaßliche Täter ums Leben. Drei Polizisten mussten in ein Krankenhaus gebracht werden, darunter zwei mit Schussverletzungen. Ob der Verdächtige durch Polizeischüsse starb, war zunächst noch unklar. Auch zum Motiv oder den genauen Umständen machten die Behörden vorerst keine Angaben.
Einer der verletzten Beamten erlitt laut Ermittlern einen Beinschuss. Ein weiterer Polizist wurde demnach bereits operiert. Der dritte Beamte habe Verletzungen davongetragen, die nicht lebensbedrohlich seien.
Wie die Polizei weiter mitteilte, waren Einsatzkräfte am Mittwochnachmittag Ortszeit zu dem Gebäude gerufen worden. Zunächst war von einer angeschossenen Person die Rede. Als die Beamten eintrafen, hörten sie weitere Schüsse und folgten den Geräuschen bis in das oberste Stockwerk des Hauses. Dort seien sie in dichten Nebel geraten. Was sich anschließend genau abspielte, blieb vorerst offen.
FBI-Direktor Kash Patel erklärte auf der Plattform X, seine Behörde sei über den Vorfall informiert und unterstütze die Einsatzkräfte vor Ort. Man werde alle nötigen Mittel bereitstellen, um die lokalen Behörden zu unterstützen.
Minneapolis liegt im US-Bundesstaat Minnesota und hat etwas mehr als 400.000 Einwohner. Der Vorfall ereignete sich im Viertel Loring Park, südwestlich der Innenstadt.
Tödliche Schusswaffengewalt ist in den USA seit Jahren ein gravierendes Problem. Im Vergleich zu vielen anderen Ländern gelten die Waffengesetze als relativ locker, Schusswaffen sind weit verbreitet. Allein in Minnesota mit rund 5,8 Millionen Einwohnern starben nach Behördenangaben im Jahr 2024 insgesamt 582 Menschen infolge von Schüssen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber