Die Federweißer-Saison ist bereits angelaufen, jetzt beginnt in den fränkischen Weinlagen auch die Lese klassischer Rebsorten wie Silvaner, Riesling und Scheurebe. Die offizielle Eröffnung der Hauptweinlese ist für Donnerstag um 13.00 Uhr in Iphofen geplant. Erwartet werden unter anderem Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer sowie Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (beide CSU).
Für die rund 3.400 Winzerinnen und Winzer in Franken ist die Lage derzeit schwierig. Der Weinkonsum geht zurück, und von den in Deutschland getrunkenen Flaschen stammt nur ein Teil aus heimischer Produktion. Gleichzeitig belasten steigende Ausgaben, etwa für Löhne und Kraftstoff, die Betriebe zusätzlich. Manche geben Rebflächen auf, andere stellen sich neu auf und denken über alternative Kulturen nach.
Mehr als 50 Millionen Flaschen im Jahr 2025
Das fränkische Anbaugebiet reicht ungefähr von Bamberg bis Aschaffenburg. Im vergangenen Jahr lag der durchschnittliche Ertrag bei 72 Hektolitern pro Hektar. Insgesamt umfasste die Ertragsrebfläche in Franken 2025 rund 6.000 Hektar. Nach Angaben des Landesamts für Statistik wurden 380.771 Hektoliter Wein erfasst.
Mehr als die Hälfte der bayerischen Weinproduktion entfiel auf Qualitätswein mit Prädikat. Das entsprach etwa 38 Millionen Litern – umgerechnet etwas mehr als 50 Millionen Flaschen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber