Gut eineinhalb Jahre nach den schweren Wald- und Flächenbränden im Großraum Los Angeles haben Ermittler ihre Erkenntnisse zur Entstehung des sogenannten Eaton-Feuers vorgelegt. Nach dem Bericht der Feuerwehr von Los Angeles County wurde der tödliche Brand im Januar 2025 durch einen Strommast des Energieversorgers Southern California Edison (SCE) ausgelöst. Bei dem Feuer in der Nähe von Pasadena und Altadena starben 19 Menschen, mehr als 9.000 Gebäude wurden beschädigt oder völlig zerstört.
Den Angaben zufolge war der betroffene Hochspannungsmast zwar außer Betrieb. Dennoch sollen Lichtbögen brennende Partikel unter den Mast geschleudert haben, wo trockenes Buschwerk sofort Feuer fing. Kräftige Winde trieben die Flammen anschließend rasch weiter.
Brände hielten Einsatzkräfte über Wochen in Atem
Zeitgleich zum Eaton-Feuer tobte am westlichen Rand von Los Angeles auch das Palisades-Feuer. Dort kamen 12 Menschen ums Leben, zudem wurden mehr als 6.800 Gebäude zerstört. Die Feuerwehr kämpfte wochenlang gegen beide Großbrände.
Im Fall des Palisades-Feuers war zwischenzeitlich ein Mann wegen mutmaßlicher Brandstiftung angeklagt worden. Laut Staatsanwaltschaft soll er am Neujahrstag 2025 ein Feuer entfacht haben, das zunächst gelöscht worden sei. Nach Angaben der Ermittler glimmte es jedoch unterirdisch weiter und entfachte sich am 7. Januar bei starkem Wind erneut. Der Prozess gegen den Beschuldigten scheiterte im Juni, weil die Geschworenen zu keinem einstimmigen Urteil kamen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber