Nach den schweren Waldbränden an der französischen Atlantikküste bemüht sich die bei deutschen Urlaubern besonders beliebte Region um eine rasche Rückkehr der Feriengäste. Nach Angaben des französischen Tourismusministeriums, von Atout France und des Départements Gironde haben sich Wasser- und Luftqualität wieder normalisiert. Strände, Campingplätze und Unterkünfte seien wieder zugänglich, ebenso sämtliche Flughäfen und Bahnhöfe. Auch Ausflüge, Freizeitangebote und andere touristische Aktivitäten könnten wieder stattfinden.
Am Morgen hatte die Präfektur in Bordeaux bereits acht vorsorglich geräumte, jedoch nicht von den Flammen betroffene Campingplätze wieder freigegeben. Im Laufe des Nachmittags wurden weitere Beschränkungen aufgehoben: Strände, Freizeit- und Wassersportanlagen sowie mehrere Radwege in der Region sind wieder offen. Gesperrt bleiben lediglich die unmittelbar von den Bränden betroffenen Zonen, unter anderem wegen des Risikos umstürzender Bäume.
Fast wieder Normalität
Eine Sprecherin des Tourismusverbandes sprach von einer weitgehenden Rückkehr zur Normalität. Internationale Besucher, darunter auch Reisende aus Deutschland, die ihre Pläne möglicherweise verschoben hätten, erkundigten sich inzwischen erneut nach der Situation. Die Antwort sei klar: "Alles ist offen."
Die Tourismusorganisation der Region und das Fremdenverkehrsamt von Bordeaux stellen im Internet aktuelle Informationen auch auf Englisch bereit. Dort ist genau nachvollziehbar, wo es noch Einschränkungen gibt und welche großen touristischen Gebiete von den Bränden gar nicht betroffen waren.

Währenddessen bleibt die Feuerwehr in mehreren Teilen Frankreichs weiter im Einsatz gegen Vegetationsbrände. Innenminister Laurent Nuñez zufolge wurden in diesem Jahr bisher 402 Menschen festgenommen, denen vorsätzliche oder fahrlässige Brandstiftung vorgeworfen wird. Unter ihnen seien 156 Minderjährige. Gegen 36 Festgenommene wurde Untersuchungshaft angeordnet.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber