Vandalismusschäden bei der Bahn summieren sich auf 34 Millionen Euro
Vandalismus hat der Deutschen Bahn im vergangenen Jahr Schäden in Höhe von 34 Millionen Euro verursacht. Das geht aus einer Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine schriftliche Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion hervor. Allein 19,6 Millionen Euro entfielen demnach auf Schäden an der Infrastruktur.
Auch Metalldiebstähle schlugen deutlich zu Buche: Der Diebstahl von Buntmetallen verursachte Kosten von 5,5 Millionen Euro. Für die Entfernung von Graffiti an Bahnanlagen wurden 3,7 Millionen Euro aufgewendet. Unter dem Sammelposten Vandalismus wurden zudem weitere 6,8 Millionen Euro erfasst.
Im Fernverkehr lagen die Aufwendungen zur Beseitigung von Vandalismusschäden bei rund 2,25 Millionen Euro. Nach Angaben des Ministeriums wurden 657 Graffitidelikte sowie 220 Fälle von Sachbeschädigung an oder in Zügen registriert. Die meisten Graffiti betrafen die Außenflächen der Fahrzeuge. Zu den Beschädigungen zählten vor allem zerkratzte Fensterscheiben, Aufkleber sowie Schäden an der Innenausstattung, etwa an Sitzen.
Hohe Kosten auch im Regionalverkehr
Im Regionalverkehr summierten sich die Kosten für die Beseitigung von Vandalismusschäden auf rund 12 Millionen Euro. Ein großer Teil davon entstand durch die Entfernung von Graffiti.
Die Deutsche Bahn will inzwischen besonders an Bahnhöfen stärker auf Sauberkeit setzen. Dazu wurden unter anderem mehr als 40 mobile Handwerkerteams eingesetzt, die sich auch um Graffiti kümmern sollen. Zudem ließ das Unternehmen zu Jahresbeginn an deutlich mehr Bahnhöfen als bisher einen umfassenden Frühjahrsputz durchführen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber