Nach einem Einbruch in ein Spielwarengeschäft in Karlstein im Landkreis Aschaffenburg hat die Polizei in Frankfurt am Main einen mutmaßlichen Täter vorläufig festgenommen. Nach Angaben der Ermittler war dem Zugriff eine Verfolgungsjagd über die Grenze zwischen Bayern und Hessen vorausgegangen.
In der Nacht hatte zunächst die Alarmanlage des Geschäfts angeschlagen. Auf Bildern der Videoüberwachung seien zwei Verdächtige zu sehen gewesen, die mit Spielkarten und dazugehörigen Vitrinen im Wert von mehreren zehntausend Euro in einem Auto vom Tatort flohen.
Flucht über mehrere Autobahnen
Kurz darauf entdeckte eine Streife das Fahrzeug und wollte es kontrollieren. Der Fahrer gab jedoch Gas und setzte seine Flucht fort. Dabei streifte er den Polizeiwagen, der leicht beschädigt wurde. Die Route führte laut Polizei zunächst über die A3 in Richtung Frankfurt und anschließend über die A661. Am Bad Homburger Kreuz wechselte das Auto dann auf die A5 entgegen der bisherigen Fahrtrichtung. Zwischenzeitlich verloren die Einsatzkräfte den Wagen aus den Augen. Auch ein Polizeihubschrauber wurde in die Fahndung eingebunden.
In Frankfurt am Main verunglückte das Fluchtfahrzeug schließlich. Die Polizei umstellte den Wagen und nahm einen 33 Jahre alten Tatverdächtigen aus Nordrhein-Westfalen vorläufig fest. Der zweite Verdächtige war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr im Auto. Nach bisherigen Erkenntnissen soll er das Fahrzeug während der Flucht verlassen haben. Nach ihm wird weiterhin gesucht. Die Polizei bittet Zeugen um Hinweise.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber