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Alles, was du vor «Babylon Berlin» wissen musst

Babylon Berlin ohne Vorwissen? Diese Schlüsselfiguren und ihre explosiven Geheimnisse musst du vor Staffel 5 kennen.

05.09.2026, 09:01 Uhr

Mit der fünften und letzten Staffel von «Babylon Berlin» kündigen die Verantwortlichen den großen Höhepunkt der Serie an. Wer nicht erst alle bisherigen 40 Folgen in rund 30 Stunden nachholen möchte, kann sich mit den wichtigsten Figuren vertraut machen. Hier ein kompakter Überblick:

Der Protagonist

Im Zentrum steht Gereon Rath aus Köln, gespielt von Volker Bruch. Der ehemalige Frontsoldat des Ersten Weltkriegs ist traumatisiert, abhängig von Drogen und muss auch als Kriminalkommissar immer wieder harte Rückschläge verkraften. Zugleich hat er eine ganz andere Seite: Er liebt das Tanzen. 1929 führt ihn sein Beruf ins lasterhafte Berlin.

Rath ist kein typischer Held, doch er übt auf Frauen eine starke Anziehung aus. In seinen Fällen stößt er immer wieder auf düstere Netzwerke und Intrigen. Er deckt unter anderem erpresserische Sado-Maso-Aufnahmen, Verbrechen innerhalb der Polizei, die Aufrüstung der verbotenen «Schwarzen Reichswehr», Bandenkriege in Berlins Unterwelt, einen verschwundenen Diamanten mit Verbindungen zur amerikanischen Mafia, faschistische Putschpläne sowie die rechtsradikale Geheimgruppe «Die weiße Hand» auf.

Die Hauptfigur an seiner Seite

Charlotte Ritter, dargestellt von Liv Lisa Fries, ist das weibliche Gegenstück zu Gereon Rath. Mit Witz, Intelligenz und ihrer direkten Berliner Art kämpft sie sich bei der Polizei nach oben. Gleichzeitig will sie den prekären Lebensumständen entkommen, aus denen sie stammt.

Zu Beginn hält sie sich mit verschiedenen Nebenjobs über Wasser, arbeitet zeitweise als Prostituierte oder nimmt an Tanzmarathons teil, um Geld zu verdienen. Doch ihr Weg zur Ermittlerin ist nicht aufzuhalten – auch dank Gereons Unterstützung. Und mit der Zeit wird immer deutlicher, dass sich zwischen den beiden mehr entwickelt.

Babylon Berlin
Die Macher von «Babylon Berlin» (von links nach rechts): Henk Handloegten, Tom Tykwer und Achim von Borries. (Archivbild) Quelle: Jens Kalaene/dpa

Der manisch-depressive Unternehmer

Für Lars Eidinger ist die Rolle des Alfred Nyssen eine der auffälligsten der Serie. Als exzentrischer Industrieller und psychisch instabile Figur gerät er immer wieder mit Gereon Rath aneinander. Nyssen steckt tief in illegale Waffengeschäfte, in den Transport des verschwundenen Zarengolds nach Deutschland und in die Unterstützung der «Schwarzen Reichswehr».

Zusätzlich wird er zum neuen Partner von Helga, der großen früheren Liebe Gereons. Die Figur erinnert stark an den Industriellen Fritz Thyssen, der später zu den Geldgebern Hitlers zählte.

Die komplizierte Liebe

Helga Rath, gespielt von Hannah Herzsprung, ist in den ersten drei Staffeln die Frau, nach der sich Gereon sehnt – auch wenn die Beziehung zunehmend zerbricht. Die Lage ist kompliziert: Helga ist die Ehefrau von Gereons im Krieg verschwundenem und für tot gehaltenem Bruder Anno.

Doch vielleicht lebt Anno noch. Möglicherweise steckt er hinter dem geheimnisvollen «Dr. Schmidt» (Jens Harzer), der in Berlin als Psychotherapeut und Hypnotiseur mit modernen, aber zweifelhaften Methoden arbeitet – auch mit Gereon als Patient. Für Helga wird diese Gemengelage schließlich unerträglich, weshalb sie ab Staffel drei bei Nyssen Halt sucht.

Der unbeugsame Journalist

Samuel Katelbach (Karl Markovics) ist ein freier Journalist, der sich mutig mit den Mächtigen anlegt. In den letzten Jahren der Weimarer Republik ist das ein gefährliches Unterfangen – besonders, als er über die geheime Wiederaufrüstung der Reichswehr berichtet und dadurch ins Visier rechter Kreise der Justiz gerät.

Zum Glück kann sich der Wiener Schriftsteller auf seinen Freund Gereon Rath verlassen. Auch seine energische Vermieterin Elisabeth Behnke steht ihm bei, und zwischen beiden entwickeln sich zarte Gefühle. Die Figur erinnert an den «Weltbühne»-Herausgeber Carl von Ossietzky, der später von den Nationalsozialisten verfolgt wurde.

Die beherzte Pensionswirtin

Elisabeth Behnke (Fritzi Haberlandt) beginnt die Serie als Kriegerwitwe und Betreiberin einer Pension. Zwar landet sie anfangs mit ihrem Untermieter Gereon Rath in einem One-Night-Stand, doch eigentlich ist sie bodenständig und anständig.

Im Verlauf der Handlung wächst sie jedoch über sich hinaus und wird zu einer entschlossenen Widerstandskämpferin. Sie versteckt Samuel Katelbach vor den Nationalsozialisten und beschafft sogar heimlich wichtige Dokumente, um dem angeklagten Journalisten das Leben zu retten.

Der skrupellose Karrierist

Auch Regierungsrat Günter Wendt, verkörpert von Benno Fürmann, ist in zahlreiche Machenschaften verwickelt, mit denen sich Rath auseinandersetzen muss. Wendt ist ein kalter, antidemokratischer Aufsteiger, der im Staatsapparat um jeden Preis vorankommen will.

Dabei geht er mit Charme vor, schreckt aber auch vor tödlichen Konsequenzen nicht zurück. Seine Bisexualität fällt im Berlin der wilden Zwanziger zwar nicht sonderlich auf, macht ihn jedoch für Freunde wie Feinde verwundbar.

Die Frau namens Dr. Völcker

«Dr. Völcker» (Jördis Triebel) lässt Gereon Rath in Staffel zwei zwar zunächst als angeblichen Verräter zum Tode verurteilen, doch darüber hinaus erscheint sie als integre Figur. Als Ärztin für Arme und überzeugte Kommunistin stellt sie sich auf die Seite der Schwachen und kämpft gegen Unterdrückung.

Selbst im Frauengefängnis hält sie unbeirrt an ihren Überzeugungen fest.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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