Polizei warnt vor Betrug mit Online-Vignetten
Nach mehreren Fällen von Online-Betrug mit Vignetten mahnt die Polizei Urlauber zur Vorsicht bei besonders billigen Angeboten. Vor allem Versprechen wie "zum halben Preis" oder Internetseiten, die den offiziellen Portalen täuschend ähnlich sehen, dienen laut Polizei Trostberg als Köder.
Nach Erkenntnissen der Ermittler platzieren die Täter bezahlte Anzeigen in Suchmaschinen und geben sich als offizielle Anbieter aus. Wer dort bestellt, erhält jedoch lediglich ein nutzloses Formular. Eine gültige Vignette oder ein funktionierender Telepass wird dabei nicht freigeschaltet. Zuletzt seien vermehrt entsprechende Meldungen eingegangen.
Oft bemerken Betroffene den Betrug erst an der Mautstation, wenn keine elektronische Registrierung vorliegt. Neben dem bereits verlorenen Kaufpreis drohen dann häufig zusätzliche Strafen wegen Fahrens ohne gültige Maut.
Die Polizei empfiehlt deshalb, die Internetadressen offizieller Anbieter – etwa asfinag.at in Österreich – direkt selbst im Browser einzugeben und nicht auf Werbeanzeigen zu klicken. Außerdem sollten Verbraucher misstrauisch werden, wenn Vignetten oder Telepass-Angebote deutlich günstiger als üblich sind. Auch unbekannte Zahlungsarten sollten vermieden werden.
Wer auf ein solches Angebot hereingefallen ist, sollte sofort seine Bankkarte sperren lassen, alle Unterlagen und Zahlungsbelege sichern und Anzeige bei der Polizei erstatten.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber