Wissen

WHO-Hoffnung: Startschuss für Ebola-Medikamente

Ebola-Schock: Neue Mittel und Impfstoffe machen Hoffnung – doch warum müssen Betroffene jetzt trotzdem monatelang warten?

04.08.2026, 12:40 Uhr

Im Kampf gegen den Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo laufen inzwischen mehrere Studien zu Medikamenten und Impfstoffen an.

Selbst wenn sich die getesteten Mittel als wirksam erweisen, wird es laut Vasee Moorthy von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf noch Monate dauern, bis sie allen Betroffenen zugänglich gemacht werden können. Zugleich verwies er auf ermutigende Ergebnisse aus vorklinischen Untersuchungen, die noch in dieser Woche ausgewertet werden sollen.

75 Menschen nehmen an Studien teil

An der ersten Studie zu einem Medikament beteiligen sich derzeit 50 Patientinnen und Patienten in drei Behandlungszentren. Geplant ist, die Untersuchung auf insgesamt zehn Zentren auszuweiten. Dafür werde jedoch zusätzlich geschultes Personal benötigt, um die Erkrankten engmaschig betreuen zu können.

Weitere 25 Personen erhalten eine mögliche vorbeugende Behandlung. Dabei handelt es sich vor allem um Angehörige und enge Kontaktpersonen von Infizierten. Das Mittel soll verhindern, dass die Krankheit bei ihnen ausbricht.

Impfstoffversuche mit gesunden Freiwilligen

Zudem hat in Großbritannien der erste Test eines möglichen Impfstoffs mit gesunden Freiwilligen begonnen. Ein weiterer Versuch soll noch in dieser Woche in Kanada starten. Untersucht wird dabei, wie das Immunsystem auf den Impfstoff reagiert. Der erste Kandidat wurde von der Universität Oxford und dem Serum Institute of India entwickelt, der zweite stammt vom Unternehmen Moderna.

Bislang existieren Impfstoffe nur gegen andere Ebola-Varianten. Gegen die im Kongo grassierende Bundibugyo-Variante, die bereits rund 1.700 Menschen das Leben gekostet hat, gibt es bisher noch keinen zugelassenen Impfstoff.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

TOP Neueste Meldungen