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Rettung scheitert: Nasa-Satellit kracht auf die Erde

Nasa wollte ein wichtiges Weltraum-Observatorium in letzter Sekunde retten – dann scheiterte die Mission dramatisch. Warum?

05.11.2026, 00:12 Uhr

Nach dem Fehlschlag einer außergewöhnlichen Rettungsaktion der US-Raumfahrtbehörde Nasa ist der Forschungssatellit „Swift“ auf die Erde zurückgefallen. Nach Angaben der Behörde trat das Weltraumobservatorium etwa über Indonesien wieder in die Atmosphäre ein. Ein großer Teil des Satelliten dürfte dabei verglüht sein, einzelne Bauteile könnten den Wiedereintritt jedoch überstanden haben. Hinweise auf Schäden lagen zunächst nicht vor.

Bei „Swift“ handelt es sich um ein unbemanntes Himmelsobservatorium mit drei Teleskopen, das 2004 vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral gestartet worden war. Seine Hauptaufgabe bestand darin, besonders energiereiche kosmische Ereignisse zu untersuchen, vor allem sogenannte Gammablitze. Technisch galt der Satellit weiterhin als intakt, verlor jedoch unter anderem infolge starker geomagnetischer Stürme, die durch Sonnenaktivität ausgelöst wurden, an Höhe.

Schleppraumschiff „Link“ sollte „Swift“ retten

Wegen des hohen wissenschaftlichen Werts der von „Swift“ gesammelten Daten hatte sich die Nasa kurzfristig zu einer bislang einmaligen Rettungsmission entschlossen. Anfang Juli startete dafür das unbemannte Schleppraumschiff „Link“ von einem Atoll der Marshallinseln im Südpazifik. Zum Einsatz kamen dabei ein „Stargazer“-Flugzeug und eine „Pegasus“-Rakete.

Entwickelt und gebaut wurde „Link“ im Auftrag der Nasa von der US-Raumfahrtfirma Katalyst Space. Das Projekt kostete rund 30 Millionen Dollar beziehungsweise etwa 26 Millionen Euro. Das ungefähr 400 Kilogramm schwere Raumfahrzeug war mit drei Roboterarmen, drei Haupttriebwerken und weiterer Technik ausgestattet. Es sollte sich „Swift“ annähern und den Satelliten über mehrere Monate hinweg zurück in seine ursprüngliche Umlaufbahn bringen. Aufgrund von Problemen mit der Steuerung von „Link“ musste der Rettungsversuch jedoch abgebrochen werden.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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