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Arday: Cambridge-Kanzler warnt vor «rassistischer Hetzjagd»

Nach Ardays Tod eskaliert der Fall: Cambridge erhebt schwere Vorwürfe – was geschah wirklich mit dem Ex-Starprofessor?

17.08.2026, 16:44 Uhr

Nach dem Tod des früheren Cambridge-Professors Jason Arday hat der Kanzler der Universität den öffentlichen Umgang mit dem 41-Jährigen scharf kritisiert. Lord Chris Smith of Finsbury sprach im Gespräch mit der BBC von einer „rassistischen Hetzjagd“, der Arday in den vergangenen Wochen ausgesetzt gewesen sei.

Arday war nach Plagiatsvorwürfen von seiner Stelle an der renommierten Universität Cambridge zurückgetreten. Am Freitag war er in London leblos aufgefunden worden.

Smith betonte, Hinweise auf mögliches Plagiat müssten bei Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern immer sorgfältig geprüft werden. Zugleich dürfe das nicht dazu führen, dass sich Menschen an einer rassistisch motivierten Kampagne gegen eine einzelne Person beteiligten.

Arday war 2023 als jüngster schwarzer Professor in die Geschichte der Universität Cambridge eingegangen. Seine Berufung galt damals als bedeutendes Signal für mehr Vielfalt und Fortschritt. In den vergangenen Wochen geriet sein Ansehen jedoch zunehmend unter Druck: Neben den Plagiatsvorwürfen wurden auch Teile seiner Biografie öffentlich angezweifelt. Arday bestritt die Anschuldigungen, trat nach massiver öffentlicher Kritik aber schließlich von seinem Posten zurück.

Am Montagabend kamen am Trafalgar Square im Zentrum Londons zahlreiche Menschen zu einer Mahnwache für Arday zusammen. Organisiert wurde das Gedenken von der Aktionsgruppe „Stand Up to Racism“. Laut BBC versammelten sich dort Tausende. Bereits am Sonntag hatten in Cambridge mehr als 200 Menschen an einer Mahnwache teilgenommen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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