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Neue Daten zeigen: UV-Strahlung steigt überall

Neue Europa-Daten alarmieren: Die UV-Strahlung steigt spürbar. Eine Forscherin sagt jetzt, was dringend helfen soll.

17.08.2026, 16:47 Uhr

UV-Strahlung in Europa nimmt zu

Die am Erdboden gemessene UV-Strahlung der Sonne steigt einer neuen Studie zufolge in weiten Teilen Europas an. Nach Angaben des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) ist vor allem die abnehmende Bewölkung dafür verantwortlich. Erstmals werde diese Entwicklung nicht nur an einzelnen Orten, sondern großflächig dokumentiert.

Besonders deutlich zeigt sich der Anstieg demnach in Mittel- und Westeuropa, darunter auch in Deutschland. An 26 von 40 Messstationen in insgesamt 19 Ländern wurde eine jährliche Zunahme der UV-Strahlung zwischen 10 und 20 Prozent festgestellt. Für Deutschland flossen Daten einer Messsonde in Dortmund in die Untersuchung ein. Zusätzlich bestehen hierzulande rund 40 weitere vergleichbare Messstellen. Betrachtet wurde der Zeitraum von 2013 bis 2022, ergänzt durch Satellitendaten.

Weniger Wolken als Hauptursache

Als zentralen Grund für die Entwicklung nennen die Fachleute den Rückgang der Wolkenbedeckung, der auch mit dem Klimawandel in Verbindung gebracht wird. Veränderungen der Ozonschicht spielten dagegen eine deutlich geringere Rolle.

UV-Strahlung gilt als wichtigste Ursache für Hautkrebs, eine der häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Außerdem kann sie die Augen schädigen. Das BfS warnt deshalb vor einem wachsenden Gesundheitsrisiko durch die höhere Strahlenbelastung.

BfS-Präsidentin Inge Paulini sprach sich angesichts der Ergebnisse für stärkere Maßnahmen zur Klimaanpassung aus. Es müsse mehr Orte mit Schatten geben, damit Menschen sich besser vor Sonne und Hitze schützen können.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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