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Alarm in Australien: Vogelgrippe erreicht Festland

Jetzt ist es offiziell: Auch Australien hat H5N1 – damit hat die Vogelgrippe den letzten sicheren Kontinent erreicht.

20.06.2026, 12:50 Uhr

H5N1 erstmals auf dem australischen Festland nachgewiesen

Das hochansteckende Vogelgrippevirus H5N1 ist erstmals auf dem australischen Festland entdeckt worden. Nach Angaben der Regierung wurde der Erreger bei einer Raubmöwe bestätigt. Damit ist nun auch Australien betroffen – der letzte Kontinent, auf dem das Virus bislang noch nicht festgestellt worden war.

Der betroffene Vogel, eine Braune Skua beziehungsweise Subantarktikskua, wurde australischen Medien zufolge vor wenigen Tagen an einem abgelegenen Strand in einem Nationalpark in Western Australia gefunden. Der Ort liegt rund 700 Kilometer südöstlich von Perth. Das Tier wurde zunächst abgesondert, verendete jedoch kurze Zeit später.

Zusätzlich prüfen die Behörden einen weiteren möglichen Fall in derselben Region. Dort war ein geschwächter Riesensturmvogel entdeckt worden. Nach Regierungsangaben handelt es sich bei beiden Tieren um ziehende Seevogelarten, die gelegentlich nach Australien gelangen.

Sorge vor einer größeren Verbreitung

Fachleute warnen in Australien vor möglichen Ausbrüchen in Wildtierbeständen. Auch heimische Säugetiere könnten betroffen sein. Landwirtschaftsministerin Julie Collins erklärte jedoch, dass es derzeit weder Hinweise auf ein großflächiges Sterben noch auf Infektionen in Geflügelbeständen gebe.

Die zuständigen Stellen seien vorbereitet und arbeiteten bereits an geeigneten Gegenmaßnahmen, sagte Australiens oberste Veterinärbeamtin Beth Cookson. Zugleich rief sie die Bevölkerung dazu auf, kranke oder tote Vögel nicht zu berühren. Für Menschen sei das Gesundheitsrisiko nach bisherigem Stand gering. Weitere Untersuchungen sollen klären, auf welchem Weg die Virusvariante nach Australien gelangt ist.

Mehrere Formen der Vogelgrippe im Umlauf

Die Vogelgrippe, auch Geflügelpest genannt, tritt in verschiedenen Subtypen auf. Seit Jahren breitet sich weltweit die bislang größte bekannte Welle dieser Tierseuche über mehrere Kontinente hinweg aus. Betroffen sind vor allem Vögel, doch auch bei verschiedenen Säugetieren wurde das Virus bereits nachgewiesen. Der Subtyp H5N1 kann in seltenen Fällen auch auf Menschen übergehen.

Zugvögel gelten als wichtige Überträger

Nach Einschätzung von Experten spielen Zugvögel eine zentrale Rolle bei der Verbreitung der Geflügelpest, die für viele Wild- und Nutzvogelarten tödlich verlaufen kann. Die Zahl der tot aufgefundenen Tiere lasse jedoch keine verlässlichen Rückschlüsse auf das tatsächliche Ausmaß der Verbreitung in Wildvogelbeständen zu. Vor allem viele Wasservögel könnten das Virus über ihren Kot ausscheiden, ohne selbst schwer zu erkranken.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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