Wohnungsbestand in Deutschland wächst schneller als die Bevölkerung
In Deutschland hat die Zahl der Wohnungen in den vergangenen zehn Jahren stärker zugenommen als die Einwohnerzahl. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, kamen seit 2015 etwa 2,5 Millionen Wohnungen hinzu. Damit belief sich der Bestand zum Ende des Jahres 2025 auf rund 44,0 Millionen Wohnungen. Das entspricht einem Plus von 6,0 Prozent gegenüber Ende 2015.
Die Bevölkerungszahl legte im gleichen Zeitraum deutlich schwächer zu. Sie stieg um 1,6 Prozent auf 83,5 Millionen Menschen.
Allein im vergangenen Jahr wuchs der Wohnungsbestand laut den Angaben um 196.000 Einheiten beziehungsweise 0,4 Prozent. Grundlage der Berechnungen ist der fortgeschriebene Mikrozensus 2022.
Auch die gesamte Wohnfläche nahm kräftig zu: Seit 2015 stieg sie um 8,9 Prozent. Dadurch wurden Wohnungen im Schnitt etwas größer. Ende 2025 lag die durchschnittliche Wohnfläche pro Wohnung bei 94,0 Quadratmetern, was einem Anstieg von 2,2 Prozent entspricht. Die Wohnfläche je Einwohner erhöhte sich sogar um 7,1 Prozent auf durchschnittlich 49,5 Quadratmeter.
Nur ein kleiner Teil der Wohnungen befindet sich nicht in klassischen Wohngebäuden. Etwa jede 50. Wohnung liegt zum Beispiel in Schulgebäuden oder oberhalb von Gewerbeflächen.
Bei den Wohnungen in Wohngebäuden dominiert weiterhin das Mehrfamilienhaus mit einem Anteil von 54,9 Prozent. Einfamilienhäuser kommen auf 31,3 Prozent und machen damit knapp ein Drittel des Bestands aus. Der Rest verteilt sich auf Zweifamilienhäuser und Wohnheime.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber