EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat die Vereinigten Staaten aufgefordert, das im vergangenen Sommer vereinbarte Zollabkommen einzuhalten. Bei einem Besuch in der armenischen Hauptstadt Eriwan betonte sie: Ein Abkommen müsse von beiden Seiten respektiert werden. Zugleich erklärte sie, die Europäische Union sei auf alle möglichen Entwicklungen vorbereitet.
Von der Leyen sagte, dass die Umsetzung der Vereinbarung derzeit sowohl in der EU als auch in den USA voranschreite und dabei die jeweiligen demokratischen Verfahren beachtet würden. Auf europäischer Seite befinde man sich bei den noch offenen Zollzusagen in der Endphase. Gleichzeitig verwies sie darauf, dass auch die USA noch Verpflichtungen erfüllen müssten, etwa bei der Anpassung an die vereinbarte Höchstgrenze.
Im Sommer 2025 hatten sich von der Leyen und US-Präsident Donald Trump darauf geeinigt, dass für die meisten Einfuhren aus der EU in die USA ein Zollsatz von höchstens 15 Prozent gelten soll.
Erst in der vergangenen Woche hatte Trump jedoch angekündigt, die Zölle auf Autos und Lastwagen aus der EU von 15 auf 25 Prozent anheben zu wollen. Zur Begründung warf er der Europäischen Union vor, sich nicht an das Handelsabkommen zu halten. Von den geplanten höheren Abgaben wäre insbesondere Deutschland betroffen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion