Wirtschaft

Trotz Steuersenkung: Tanken wird schon wieder teurer

Steuer runter, Öl billiger – und trotzdem bleibt Tanken teuer. Warum der ADAC jetzt Alarm schlägt.

03.05.2026, 11:00 Uhr

Der ADAC sieht die Entlastung durch die Steuersenkung auf Kraftstoffe bislang nicht vollständig bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern ankommen. Nach Angaben des Automobilclubs lagen die bundesweiten Durchschnittspreise am Samstag für Super E10 bei 2,003 Euro je Liter und damit 12,3 Cent unter dem Niveau vom 30. April. Diesel verbilligte sich im Schnitt um 12,2 Cent auf 2,093 Euro pro Liter. Zum 1. Mai war die Energiesteuer jedoch um 16,7 Cent gesenkt worden.

Aus Sicht des ADAC sind die Spritpreise damit weiterhin zu hoch. Der Club verweist zudem darauf, dass auch die Rohölpreise inzwischen unter dem Stand von Ende April liegen. Vor diesem Hintergrund sei es nicht nachvollziehbar, dass Benzin und Diesel zuletzt erneut teurer geworden seien. Am Sonntagmorgen um 8 Uhr hätten die Preise bereits über dem Niveau vom Samstag zur gleichen Zeit gelegen. Eine ADAC-Sprecherin sprach von einer Entwicklung in die falsche Richtung.

Die genannten Werte sind bundesweite Durchschnittspreise; an einzelnen Tankstellen können die Preise deutlich davon abweichen. Kartellamtspräsident Andreas Mundt kündigte an, die Entwicklung aufmerksam zu beobachten. Autofahrerinnen und Autofahrer sollten die teils großen Preisunterschiede gezielt nutzen. Preisvergleichs-Apps könnten helfen, günstigere Tankstellen zu finden.

Der Branchenverband Fuels und Energie hatte zum Start des Tankrabatts erklärt, dass die komplette Steuersenkung an die Kundschaft weitergegeben werden solle.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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