Ungewöhnliche Kältewelle trifft Griechenland im Mai
Griechenland erlebt zu Beginn des Mai einen außergewöhnlich kalten Wetterumschwung. Statt frühlingshafter Temperaturen sorgt eine Kaltluftfront in vielen Landesteilen für nahezu winterliche Verhältnisse. Heftige Regenfälle und starke Winde prägen das Bild, besonders in der Ägäis, wo Böen von bis zu 88 Stundenkilometern gemessen wurden. Nach Einschätzung von Meteorologen handelt es sich um den kältesten Start in den Mai seit vielen Jahrzehnten.
In den Bergregionen rund um Athen, auf der Peloponnes und sogar auf Kreta fiel Schnee. Lokal wurden zudem Hagelschauer gemeldet. Viele Urlauber wurden von den niedrigen Temperaturen überrascht, da sie eher frühsommerliches Wetter erwartet hatten. Auch aus der Region um die Hafenstadt Heraklion auf Kreta wurden Gewitter, Hagel und starke Niederschläge gemeldet.
Niederschläge helfen der Landwirtschaft
Für die Landwirtschaft bringt das ungewöhnliche Wetter zugleich eine wichtige Entlastung. Nach einer langen Phase der Trockenheit sind Regen und Schnee für Felder und Wasserspeicher von großem Nutzen. Vertreter von Agrarverbänden berichten, dass sich viele Reserven bereits wieder auffüllen konnten.
Die Wetterexperten gehen jedoch davon aus, dass die Kälte nur von kurzer Dauer ist. Schon ab Montag soll sich die Lage deutlich entspannen. Im Verlauf der Woche werden wieder spürbar höhere Temperaturen erwartet, regional sind sogar Werte von über 27 Grad möglich.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion