Wirtschaft

Trotz Krypto-Crashs hoffen Anleger weiter auf Mega-Gewinne

Trotz heftiger Krypto-Verluste greifen Privatanleger weiter zu. Warum Bitcoin-Fans selbst der Crash nicht stoppt.

07.06.2026, 05:00 Uhr

Privatanleger lassen sich von den jüngsten starken Verlusten und Schwankungen am Kryptomarkt laut einer Umfrage kaum von ihrem Vertrauen in Bitcoin und andere digitale Währungen abbringen.

Wie aus dem jährlichen internationalen „Crypto Survey“ der Beratungsgesellschaft Strategy& hervorgeht, haben nur etwas mehr als 17 Prozent der Investoren ihre Krypto-Bestände in den Monaten Januar und Februar verkleinert, als die Kurse besonders deutlich nachgaben. Rund 20 Prozent stockten ihre Anlagen in dieser Phase sogar auf. Knapp 36 Prozent stiegen zunächst aus, kauften nach den Kursrückgängen jedoch erneut nach.

Kursrückgang seit Jahresbeginn

Für die Erhebung befragte das zu PwC gehörende Unternehmen im März und April insgesamt 2.500 Krypto-Anleger in den USA, Deutschland, den Niederlanden, Saudi-Arabien sowie den Vereinigten Arabischen Emiraten. Etwa zwei Drittel davon sind Kleinanleger, die höchstens 10.000 Dollar beziehungsweise Euro in Kryptowährungen investiert haben.

Bitcoin war im vergangenen Jahr auf einen Rekordstand von mehr als 115.000 Dollar gestiegen. Bis Anfang Februar verlor die Digitalwährung in Dollar gerechnet fast die Hälfte ihres Werts, im Euroraum wegen der Wechselkursentwicklung sogar noch etwas mehr. Danach blieb eine nachhaltige Erholung aus; am Freitagnachmittag sank der Kurs erneut auf unter 61.000 Dollar.

Viele Investoren bleiben dennoch optimistisch

Trotzdem geht die Mehrheit der Befragten offenbar davon aus, dass es sich lediglich um eine vorübergehende Schwächephase handelt. Die 500 Teilnehmer aus Deutschland erwarten im Mittel einen Bitcoin-Preis von etwa 538.000 Dollar bis Ende 2030. Im internationalen Vergleich gelten sie damit sogar als eher vorsichtig: Über alle fünf Länder hinweg rechnen die Befragten im Durchschnitt mit rund 854.000 Dollar.

Philipp Wackerbeck, Mitautor der Studie und globaler Leiter Finanzdienstleistungen bei Strategy&, erklärte, Krypto-Anleger blieben überzeugte Anhänger des Marktes. Selbst nach Crashs und starken Ausschlägen hielten sie an ihren Positionen fest, dächten langfristig und verhielten sich bei ihren Investments zunehmend ähnlich wie bei klassischen Anlageformen wie Aktien oder Fonds.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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