Wirtschaft

Stellantis baut neues Mini-E-Auto in Italien

Neues Billig-E-Auto aus Italien: Stellantis reagiert auf EU-Regeln – und holt sich dafür erneut externe Hilfe.

19.05.2026, 11:41 Uhr

Stellantis plant günstigen Elektro-Kleinwagen aus Italien

Stellantis will seinen ersten kleinen Stromer nach den geplanten neuen EU-Regeln in Italien fertigen. Das bislang noch nicht benannte Modell soll ab 2028 im Werk Pomigliano produziert werden, wie der Mutterkonzern von Opel mitteilte. In der Fabrik läuft derzeit unter anderem der Fiat Panda vom Band.

Der neue Wagen soll zu den angekündigten europäischen Vorgaben für ein sogenanntes „E-Car“ passen. Diese Regeln sollen es Herstellern in Europa erleichtern, preiswerte Kleinwagen vor Ort zu entwickeln und zu verkaufen. Damit ein Verkaufspreis zwischen 15.000 und 20.000 Euro möglich wird, dürften nach Einschätzung des Konzerns allerdings Anpassungen bei den regulatorischen Anforderungen nötig sein. Als Vorbild gelten die japanischen Kei-Cars, die zwar kompakt und in Leistung sowie Abmessungen begrenzt sind, aber dennoch alltagstaugliche Fahrzeuge darstellen.

Entwicklung mit externen Partnern

Auf Anfrage nannte Stellantis einen angepeilten Einstiegspreis von rund 15.000 Euro. Geplant ist, das Modell vermutlich unter zwei Marken des Konzerns anzubieten. Entwickelt werden soll der Kleinwagen zusammen mit externen Partnern.

Zuletzt hatte Stellantis eine Zusammenarbeit mit dem chinesischen Hersteller Leapmotor für ein kommendes Opel-Modell angekündigt. An dem Start-up aus China hält der Konzern 21 Prozent. Ob Leapmotor auch bei dem neuen Elektro-Kleinwagen eine Rolle spielen wird, ließ Stellantis offen. Mit dem Modell T03 hat Leapmotor bereits ein Fahrzeug im Programm, das den vorgesehenen Anforderungen weitgehend nahekommen könnte.

Konzernchef Antonio Filosa betonte die lange Tradition des Unternehmens im Kleinwagensegment, etwa mit Marken wie Fiat und Peugeot. Viele Kundinnen und Kunden wünschten sich wieder kleine, attraktive Autos, die in Europa gebaut werden, bezahlbar sind und zugleich die Umwelt weniger belasten, sagte Filosa.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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