Wirtschaft

Sprit-Schock: Tagesschnitt knackt 2 Euro

Tankrabatt verpufft? Sprit wird schon wieder teurer – und Benzin und Diesel sind längst nicht so billig wie versprochen.

04.05.2026, 09:47 Uhr

Die Kraftstoffpreise haben am Wochenende spürbar angezogen und liegen weiter über der Marke von zwei Euro je Liter. Nach Angaben des ADAC kostete ein Liter Super E10 im bundesweiten Tagesmittel am Sonntag 2,017 Euro. Das waren 2,8 Cent mehr als noch am Freitag. Auch Diesel verteuerte sich innerhalb von zwei Tagen um 2,5 Cent auf 2,104 Euro pro Liter.

Verglichen mit dem letzten Tag vor Einführung des Tankrabatts ist E10 damit nur noch 10,9 Cent günstiger, Diesel 11,1 Cent. Beide Werte bleiben damit klar unter der Steuerentlastung von 16,7 Cent je Liter.

ADAC sieht unvollständige Weitergabe des Rabatts

Der ADAC wirft den Mineralölkonzernen vor, die Senkung der Energiesteuer von knapp 17 Cent weiterhin nicht vollständig an die Autofahrer weiterzureichen. Zugleich kritisiert der Verkehrsclub, dass die Unternehmen die Preise erneut erhöht hätten, obwohl dies nicht mit steigenden Rohölkosten zu erklären sei.

Nach Einschätzung des ADAC spricht sogar das Gegenteil dafür: Der Ölpreis sei zuletzt gesunken. Deshalb fordert der Club, dass die Spritpreise deutlich weiter nachgeben und mehr als 16,7 Cent unter dem Niveau vor dem Tankrabatt liegen.

Mancherorts weiter unter zwei Euro

Trotz des allgemeinen Preisniveaus gab es am Montagmorgen vereinzelt Tankstellen, an denen sowohl Diesel als auch E10 noch für weniger als zwei Euro angeboten wurden. Hintergrund ist der typische Tagesverlauf der Preise, der sich seit der sogenannten 12-Uhr-Regel etabliert hat.

Üblicherweise kommt es zur einzigen zulässigen Preiserhöhung am Mittag, wobei die Kraftstoffpreise oft um mehr als zehn Cent steigen. Danach gehen sie bis zum nächsten Vormittag meist wieder deutlich zurück.

Die Steuersenkung gilt seit 1. Mai bis Ende Juni. Bereits beim ersten Tankrabatt im Jahr 2022 war darüber gestritten worden, ob die Entlastung tatsächlich bei den Verbrauchern ankommt. Eine eindeutige Bewertung bleibt schwierig, weil die Spritpreise zuletzt stark geschwankt haben.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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