Der hannoversche Regionalversorger Enercity und der Stadtwerke-Verbund Thüga wollen ihre gegenseitigen Beteiligungen auflösen. Das teilten beide Unternehmen gemeinsam mit. Bislang besitzt Enercity 20,5 Prozent an der in München ansässigen Thüga, während Thüga im Gegenzug 24 Prozent an Enercity hält.
Geplant ist, dass der bisher von Enercity gehaltene Thüga-Anteil auf die übrigen Gesellschafter des Verbunds übergeht. Der Thüga-Anteil an Enercity soll zunächst an die Landeshauptstadt Hannover übertragen werden, die bereits 76 Prozent des Unternehmens besitzt. Enercity war im Jahr 2018 aus den Stadtwerken Hannover hervorgegangen.
Enercity-Chefin Aurélie Alemany bezeichnete die geplante Trennung der Beteiligungen als nächsten Schritt in der strategischen Entwicklung des Unternehmens. Enercity wolle die Umsetzung der Energie- und Wärmewende in Hannover und im Norden weiter vorantreiben und zugleich den Wachstumskurs fortsetzen.
Mehr als 40 Stadtwerke bei Thüga beteiligt
Enercity zählt bislang neben Mainova aus Frankfurt und N-Ergie aus Nürnberg zu den drei größten Anteilseignern der Thüga. Jede dieser Gesellschaften hält 20,5 Prozent. Die übrigen Anteile verteilen sich auf mehr als 40 Stadtwerke in Deutschland.
Thüga-Chef Constantin Alsheimer erklärte, die neue Struktur mache den Gesellschafterkreis des Verbunds übersichtlicher und stärker fokussiert. Dadurch werde die finanzielle Handlungsfähigkeit verbessert und Raum für weiteres Wachstum geschaffen.
Die geplante Vereinbarung muss allerdings noch von den zuständigen Gremien gebilligt werden. Zudem stehen die erforderlichen behördlichen Genehmigungen noch aus. Zu den genauen Bedingungen und zum Zeitplan machten die Beteiligten keine weiteren Angaben.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion